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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Me Made Mittwoch Nr. 22 - Kuscheliges Gammeln am Feiertag

Heute ist ja ein arbeitnehmerfreundlicher MMM: Feiertag! Deshalb gönne ich mir heute auch ein recht schlumpfiges Aussehen/Outfit: Mein Lieblingszuhauserumgammelrock aus stabilem Naturleinen(?) nach eigenem Schnitt mit meinem neuen Fluffirolli, dazu morgenmüdverquollene Augen und feiertagsklatschige Haare *g*



Der Fluffirolli ist sowas von weich und warm - der Hammer! Und dabei so leicht! Gestrickt aus nur 152 Gramm "Gedifra Moos" (nur knapp 3 Knäuel!!! übrigens von damals), Farbe 7101, 50% Polyacryl, 27% Kid Mohair, 22% Polyamid, 1% Elasthan, mit 5-er Nadeln auf Basis vom Raglan-von-Oben-Konzept, ansonsten frei Schnauze gestrickt: in der Taille improvisiertes zopfiges Rautenmuster zur Taillierung, an Ärmeln und Taillenbund 1R-1L-Bündchen.



Ich bin total begeistert von diesem RVO-Konzept: Keine Nähte, am Schluss nur 4 Endfäden vernähen - was will Frau mehr?
Der nächste RVO ist auch schon wieder auf den Nadeln.

Entstanden ist er übrigens größtenteils so:



Letzte Woche, ein herbstlicher Urlaub im Klappi in NRW - nur echt mit heißem Getreidekaffee und Fleecedeckenumhüllung. Weichei-Ich!

Was die anderen Damen so kreiert haben um den herbstlichen Temperaturen die schönste Seite abzugewinnen werde ich mir gleich hier zu Gemüte führen, natürlich mit heißem Getreidekaffe *g*.

Mittwoch, 29. August 2012

Me Made Mittwoch Nr. 18 - Hochzeitsgastkleid

Endlich ist wieder MMM-Zeit! Erstmal ein dickes fettes Dankeschön nebst ebenso dimensionieren Kompliment an Dich, Catherine, dass Du den MMM weiterlaufen lässt und sogar noch diese für alle Seiten prima Lösung mit der Auslagerung in einen eigenen MMM-Blog gefunden hast! Ich freue mich auf die nun kommende MMM-Saison mit dem neuen Team!

Anlässlich des ersten MMMs nach der Sommerpause, zur Eröffnung der neuen Lokalität, gibt es heute von mir ein besonderes Kleidchen zu sehen: Mein Hochzeitsgastkleid von letztem Samstag, hier schon erwähnt, leider jedoch nur mit Fotos von gestern im Garten:



Es handelt sich um eine Kombination des Oberteils vom Schnittmuster New Look 6799, welches ich jedoch aus der Zeitschrift "Meine Nähmode" 01/2012 habe





und meines schwingenden Sommerrocks.



Den Rock habe ich verlängert und mit weißem Schrägband gesäumt. Am Oberteil hatte ich ursprünglich eine weiße Schleife geplant, was mir dann doch nicht gefallen hatte, wollte dann eine kleine Schmetterlingsbrosche dazu tragen aber habe die dann prompt zu Hause vergessen. Also war es recht schmucklos.
Den an der Schnittzeichnung sichtbaren zusätzlichen Gürtel-/Mieder-Streifen an der Taille habe ich weggelassen, da er für mich keinen Sinn gemacht hat: das Oberteil an sich endet ohnehin genau in Taillenhöhe, und der Streifen hätte unförmig auf meiner Hüfte aufgesetzt.



(Eine Schande bei DEM Drehverhalten dass ich gar nicht tanzen kann, oder?)

Die Abnäher (sowie das gesamte Oberteil) hätte ich eigentlich auch anpassen müssen, habe es aber nicht getan, da ich zu dem Zeitpunkt als das möglich gewesen wäre laut Anleitung die Passe noch nicht angenäht hatte und somit nur schwer schätzen konnte wie das Oberteil dann genau positioniert sein wird. Egal, so ging es auch - beim nächsten Kleid dann...
Und last but not least: der selbstgenähte Gürtel. Die Schnalle ist DIESELBE wie beim Zuckerbonbonkleid, da ich beide Gürtel mit Druckknöpfen versehen habe, so dass die Schnalle wandern kann.



Die anderen MeMadelerinnen findet Ihr ab jetzt auf dem MeMade-Blog - genauer gesagt: genau hier! Ich freu mich, Euch da alle wieder zu sehen!

Mittwoch, 13. Juni 2012

Me Made Mittwoch - Nr.16 - Rosentellerrock again

Der vorletzte MMM vor der Sommerpause - und ich schaff es endlich auch mal wieder* mitzumachen!
Hier also mein Outfit von gestern:



Me-Made-Tellerrock vom letzten Jahr mit gekauftem kuscheligen Oberteil - getragen beim Reinholen der Abokiste**, vorher im Bus und natürlich auch beim Programmieren im Büro. Nur echt mit zerzauster Frisur, schiefem Grinsen, schräg hängender Kette und einem Blumenkohl in der Hand!
Männe, es wird Zeit, dass Du wieder fotografierst, denn das mit dem Selbstauslöser ist einfach nix!
Viel lieber hätte ich heute ja mein neues Kleid getragen - aber dazu ist das Wetter einfach zu zu unbeständig und kühl. Ich erhebe Einspruch! Ich erhebe energischen Einspruch! Menno!

Bei wem der anderen Me-Maids der Sommer so kurz vor der Sommer-(Haaaallooooohooo?)-pause doch noch den Traum vom Sommerkleid aus dem Schrank gelassen hat, könnt Ihr bei Catherine rausfinden.

(* Me-Made trage ich zwar ständig - höchst selten, dass das mal nicht der Fall ist - aber das mit dem Fotografieren und Posten...)

(** Vorsicht, ungesponsorte und absolut freiwillige Werbung *g*: Leuts, tut Euch was Gutes und esst gesund! Damit Ihr nicht sagen könnt, dass das zu kompliziert sei, gibt es tolle regionale Biokisten! Damit unterstützt Ihr meist sogar auch noch die Bauern vor Ort! Also ich bereue diese Entscheidung überhaupt nicht - nicht mal finanziell!)

Mittwoch, 8. Februar 2012

Me Made Mittwoch - Nr. 15: Déjà-Vue: Grauer Rock

Ja, ich weiß, es ist langweilig, aber ich trage heute tatsächlich wieder den gleichen Rock wie letzte Woche. Aber da ich jetzt auch das richtige Verschlussblümcheny angebracht habe, ist das doch wieder einen Post wert!





Dazu trage ich anlässlich des jahreszeitengemäßen Wetters meinen Kuschelkragen von hier und farblich fast passende Kuschelstulpen von meiner Freundin Birgit.

Dazu dann noch eine Kleinigkeit, die erst gestern fertig geworden ist: Man nehme Häkelgarn und Geduld, ein altes Werbegeschenk und den Firmenausweis, mische alles kräftig durch, und - tadaaaaahhh:



Endlich eine kleiderfreundliche Ausweistrageeinrichtung! Bislang brauchte ich nämlich immer einen Bund oder eine Tasche zum Befestigen des Clips nebst automatischer Auszugsleine. Denn in meiner Firma muss ich den Ausweis immer sichtbar tragen, ohne komm ich sogar nicht mal rein. Bei Kleidern hatte ich bislang echt Probleme, den Ausweis irgendwo dran zu friemeln. Jetzt trage ich ihn halt um den Hals, Schlüsselkind lässt grüßen *g*.

Die anderen Me-Made-Mädels mit bestimmt interessanteren MeMades finden sich auch heute wieder bei unserer Gastgeberin Catherine zum Kaffee zusammen.

Freitag, 3. Februar 2012

Du kannst doch nähen, kannst Du nicht mal...

Können? Weiß ich nicht. Tun? Das ist mein Hobby! Na gut, kann ich gerne machen, klingt spannend!

Eine Kollegin ist, da ich Ihr mal ein Kreuzfahrtschiffstäschchen geschenkt hatte, letzten Sommer mit einem alten Nachthemd und einem Betttuch zu mir gekommen, mit der Bitte, es für ihre Tochter nach zu schneidern, als Faschingskostüm. Das Original ist nur eine Leihgabe. Irgendwie ist das bei mir untergegangen, bis sie mich Ende letzter Woche darauf angesprochen hatte. Mit hochrotem Kopf habe ich Ihr versprochen, es bis heute fertig zu machen, pünktlich zur "Saison". Hier ist es also:



(Hier seht Ihr übrigens als Hintergrundmuster unsere dekorativen Ewigkeits-Badezimmerfliesen. Als wir hier eingezogen sind, meinte ich: das Bad machen wir dann aber! Sofort! Mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt. Und irgendwie hat diese Schlammdreckfarbenmischung doch auch was, oder? *g*)

Spannend fand ich die Konstruktion des Originals, welche ich soweit möglich ebenso übernommen habe: Alle Schnittteile sind Rechtecke! Eine sehr stoffsparende Angelegenheit! Außerdem sind alle Nähte äußerst sauber verarbeitet, keine einzige offene Schnittkante ist zu sehen, und insgesamt sind die "Nahtwulste" niemals breiter oder dicker als unbedingt notwendig. Auch von der Qualität her: ein Kleidungsstück für ein Leben! Schade, dass heute so etwas nicht mehr geschätzt wird...

Das Original wurde ursprünglich mit zwei Knöpfen verschlossen. Bei meiner Version habe ich mich für ein süßes doppelseitiges Satinband entschieden welches durch je vier Knopflöcher gefädelt wird. Übrigens: die Farbe hat meine Kollegin selbst bestimmt, das war also nicht mein Einfluss!



Passend dazu habe ich noch ein Häubchen gebastelt: einfach ein Kreis, ca. 50 cm Durchmesser, mit Rollsaum versäubert, rundherum die gleiche Spitze angenäht wie an den Nachthemdärmeln, beim Durchmesser von ca. 40 cm insgesamt 32 Knopflöcher reingenäht und wiederum das gleiche Satinband wie beim Ausschnitt durchgefädelt. Es hätten auch noch mehr Knopflöcher sein können, aber dazu war leider keine Zeit mehr.



Vielleicht ist es hier im rechten Teil des Bildes auch zu sehen: ich habe mich auch bei der Kopie bemüht, der Sorgfältigkeit des Originals nachzukommen und sämtliche Nähte so schön wie möglich und ohne offene Schnittkanten zu versäubern, so dass es theoretisch auch in links getragen werden könnte. Leider habe ich beim Annähen der Ärmel nicht genug auf die Nahtzugabe geachtet, so war nicht mehr genug Stoff für das Versäubern übrig. Ansonsten ist es mir nämlich überall gelungen.
Meine Kollegin hat sich auf jeden Fall heute gefreut - ich hoffe, ihrer Tochter gefällt es auch!

Abschließend muss ich noch etwas erwähnen: den besten Ehemann von allen! Er ist es ja mittlerweile leider schon gewohnt, dass ich mir immer wieder ganz kurzfristige Ziele in den Kopf setze und noch bis spät in die Nacht an der Nähmaschine sitze, und das Ganze "für nichts". Teilweise Geschenke für Leute, die selbst für mich niemals auch nur einen Bruchteil dieser Zeit aufwenden würden. Nicht nur, dass Männe immer wieder versucht mich auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen, sondern er akzeptiert sogar diese Spätnachtaktionen. Und gestern - ja, das muss ich jetzt sagen - da hat er dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt:
Um Zeit zu sparen und noch vor Mitternacht ins Bett zu kommen, habe ich ihn gebeten, die Fäden von den Haubenknopflöchern abzuschneiden, während ich noch am Nachthemd nähen musste. Als er damit fertig war, hat er von sich aus gefragt, wie denn die Knopflöcher aufzuschneiden sind, und hat das alles dann auch noch gemacht. Ich bin so stolz - nein, einfach nur glücklich, dass er mich so ernst nimmt, auch wenn ihm meine Aktionen sichtbar auf den Geist gehen. Hier also nochmal ganz offiziell:
Vielen Dank! Ich weiß das alles sehr zu schätzen, was Du für mich tust, und wie Du Dich stets für mich einbringst, auch wenn ich es Dir wahrscheinlich nicht oft genug sag. Danke, dass Du Du bist! Ich liebe Dich!
(Und jetzt hör bitte auf, neben mir auf dem Sofa so zu schnarchen, oder ich halt Dir wieder die Nase zu! *g* Und jetzt ab ins Bett! *Notebook zuklapp* *kichernd Hände reib* *Männes Nase zuhalt* *hihihi*)

Mittwoch, 1. Februar 2012

Me Made Mittwoch - Nr. 14: Grauer Rock in Eiseskälte

Der Me-Made-Mittwoch steht heute ja allgemein unter einem eisigen Stern. So auch bei mir:

mein neuer grauer Karorock, die Mütze vom Weihnachtskleid und meine heißgeliebte Tasche:



Jaaaaa, ich weiß, vom Rock sieht man kaum was. Deshalb habe ich mich EXTRA für Euch (jahaaa!) entkleidet und der Kälte getrotzt, mich gegen fiese schlabbernde Schneeungeheuer verteidigt und dabei versucht, so à la Topmodel auch immer eine gute Figur zu machen. Okay, versucht... Aber immerhin!



Der Rock ist gestern erst fertig geworden. Okay, ganz fertig ist er noch nicht, denn er braucht noch einen Knopf oder einen anderen Verschluss. Das übernimmt momentan, nicht ganz farblich korrekt, eine von den beblümten Sicherheitsnadeln vom letzten Mittwoch. Den Schnitt habe ich selbst erstellt, ein einfacher 6-Bahnen-Rock auf Basis von Taillen- und Hüftumfang, etwas weiter ausgestellt (ca. 6 cm pro Bahn am Rocksaum), und dann noch Bundtaschen (?) frei Schnauze reingewurschtelt. Allerdings ist der Rock ungefüttert, stattdessen den eigentlich zu langen Unterrock vom letzten Mittwoch per Sicherheitsnadel auf Taillenhöhe hochgezogen. Improvisation ist alles, oder? Wenn ich irgendwann den Verschluss richtig gemacht habe, werde ich Euch den Rock auch noch im Detail vorstellen.
Gegen die Kälte schütze ich mich mit dicker Thermostrumpfhose, warmen Stiefeln und bis zur Oberschenkelmitte hochgezogenen Kaufstulpen. Das ging überraschend gut.
Welche Wege die anderen MeMadlerinnen gefunden haben, um sich gegen das wunderschöne, aber eiskalte Wetter zu schützen, sammelt Catherine für uns.

PS: Danke auch noch für Eure Unterrocktips - auch wenn ich Deinen, Gerlinde, leider nicht ganz verstanden habe *rotwerd*. Ich hoffe, dass ich bald eine Lösung für mich finde, dann werde ich mir endlich einen guten, bequemen und unauffälligen Traumunterrock nähen. Also wenn ich die ganzen anderen trölftrillionen Projekte aus meinem Kopf erledigt habe... Denn nichts hält länger als ein Provisorium... *grummel*

Mittwoch, 25. Januar 2012

Me Made Mittwoch - Nr. 13: Im Zeichen der Sicherheitsnadel

Ein technisch bedingt sehr verspäteter MeMadeMittwoch...
Ich trage: einen neuen MeMadeRock in weiß, mit selbstgetüddelter, per Sicherheitsnadel befestigter Blütendeko.



Ich weiß, dass die Rockschnitt-Stoff-Kombi nicht gerade optimal ist, aber ich war einfach so begeistert von der Stoffstruktur, dass es mir egal ist, dass er mehr oder weniger wie ein fester Papiertrichter um mich herum "steht"... Dafür lenke ich eben mit bunten Blümchen ab.



Darunter ein MeMade-Unterrock, noch provisorisch nur mit einer Sicherheitsnadel verschlossen.



Da fällt mir ein: manche von Euch nähen ja auch Unterröcke selst. Was macht Ihr da für Verschlüsse rein? Ich meine, der Unterrock soll sich ja nicht durchdrücken, keine Falten werfen oder so.

Noch ein Wort zum Mantel: ICH LIEBE IHN! Muss ich noch mehr sagen? Leider (noch) kein MeMade-Stück, dafür aber Made in Schottland und (für meine Verhältnisse) sauteuer.

Am Montagabend habe ich endlich meinen Rock fertig genäht, der damals noch als Ufo im Raum schwebte. Auch die passende Deko war schon genäht, und ich wollte das ganze am Dienstag ausführen und dabei auch die Fotos machen. Aber ich habe meinen Unterrock einfach nicht finden können! Also habe ich gestern abend noch schnell einen zweiten, ohnehin benötigten Unterrock zusammengeschustert, bislang noch ohne Verschluss, nur mit einer Sicherheitsnadel. Dann auch brav heute morgen gleich angezogen, aber leider war keine Zeit mehr für Fotos. Heute nachmittag war ich dann ausnahmsweise noch früh genug zu Hause um draußen Fotos mit Selbstauslöser machen zu können - nur um dann zu sehen, dass unser Internet weg ist... Wenn schon, dann richtig, oder? *grummel* Jetzt eben ein Schnell-schnell-Versuch mit dem Handy meines Mannes... Manchmal doch ganz praktisch, so ein technisches Zeuch mit Flat und so, im Gegensatz zu Prepaid *g*

Leider kann ich deshalb auch erstmal keine Runde bei Euch drehen, aber ich hoffe, ich kann das zum Wochenende nachholen, wenn 1+1=2 die Störung bis dahin behoben bekommt...

Mittwoch, 4. Januar 2012

Me Made Mittwoch - Nr. 12: Das Weihnachtskleid wird zum Lieblingskleid

Heute trage ich, wie gestern auch schon, und überhaupt sehr oft seit der Fertigstellung, wieder mein Weihnachtskleid.



Die anderen MeMades versammeln sich auch in diesem Jahr wieder bei Catherine.

Und da ich leider wegen des "besinnlichen" Weihnachtsstresses kaum dazu kam, Euch mein Kleid und die Ursprünge vorzustellen, hole ich das heute eben nach. (Sorry, die Fotos sind teilweise heute draußen bei Wind entstanden, und ich verwende kein "Die-Frisur-hält", habe keine Reifröcke im Schrank und außerdem bin ich heute noch mitten im Urlaub *gääähn*)

Alles fing mit diesem Kaufkleid an:



Zwar etwas zu klein (Größe XS!!! es war das letzte Kleid in einem kleinen Lädchen, das Ausstellungsstück), aber trotzdem anziehbar (wegen der Kürze eher über Hosen als so pur, ich fühl mich da doch recht nackt) - und ich war sofort verliebt! Ein sehr dünner leichter Baumwollstoff mit einem total robusten Metallreißverschluss vorne verschlossen, viel Raffoptik und Kräuseleien, das Rockteil in Falten gelegt, der Rücken an der SEHR hohen Taille mit Gummis gesmockt.

Das Kleid hat mir so gut gefallen, dass ich es, so gut es mit all den Kräuselungen ging, abgezeichnet habe. Die Taillenpartie habe ich jedoch bis zur natürlichen Taille verlängert und auch den Rücken "fest" gemacht, ohne Gummis und so. Dadurch liegt es leider nicht mehr ganz so körpernah an. Das gefaltete Rockteil habe ich durch einen einfachen (4-)Bahnenrock auf Basis von Taillen- und Hüftumfang ersetzt. Und ganz ganz wichtig: Ich habe Nahttaschen eingebaut! Die fehlenden Taschen waren immer ein Grund für mich, kein Kleid anzuziehen.
Mein erstes so erstelltes Objekt war mein dünnes Probekleidchen.



Hier hatte ich im Rücken noch einige Falten eingebaut, welche ich jedoch danach nicht mehr verwendet habe.
Der nächste Schritt war dann mein erstes Winterkleid. Ein Wollstoff, der nicht mehr so gut in Falten zu legen war, was besonders in der eigentlichen Schulterkräuselung auffällt, welche ja eher wie Beulen ausschaut. Ist mir aber egal, ich zieh das Kleid trotzdem an! Hier hatte ich nur im Vorderteil einen "Gürtelstreifen" eingesetzt, den Rücken habe ich als ein Teil verarbeitet. Auch hier ist der Verschluss vorne, jedoch habe ich den Ausschnitt schon deutlich verkleinert.



Und dann kommt schon mein Weihnachtskleid. Ich liebe es ja, wenn die Gürtelpartie einen Bogen macht (so wie bei Michous wunderbarem Weihnachtskleid), also habe ich den einfach irgendwie in das Schnittmuster reingewurschtelt.



Vorne geht er also in der Mitte hoch, hinten wird er in der Mitte schmaler. Das ist nur leider bei diesem Stoff und dem Muster nicht so gut zu sehen.



Im Nachhinein habe ich mit überlegt, ob ich da nicht hätte Paspeln einarbeiten sollen, so wie es Kirschenkind bei ihrem Weihnachtskleid gemacht hat - aber jetzt ändere ich nichts mehr. Ich liebe dieses Kleid einfach, es ist superbequem, und auch die Hundehaare fallen kaum auf, so dass ich es zur Freude (*hoff ich zumindest*) meines Männes auch mal zu Hause trage (anstatt der obligatorischen Jogginghose nebst Schlabberpulli *zugeb*).

Und was soll ich sagen - ein neues ist auch schon wieder in der Mache...

Sonntag, 25. Dezember 2011

Weihnachtskleid Sew Along Teil 6: Zeigen

Etwas verspätet und noch dazu ohne viel Zeit zeige ich Euch heute kurz mein Weihnachtskleid. Fertig geworden ist es erst gestern... nacht... *schäm* Aber dafür bin ich sehr zufrieden - nein - glücklich damit!



Ich habe nur ein Kontingent von 15 Minuten fürs Fotobearbeiten und Postschreiben bekommen, deshalb also heute mal ein ungewöhnlich kurzer Post.



Gerade erst den einen Besuch verabschiedet, mitten in den Vorbereitungen für den neuen, und auch sonst sind die Tage jetzt SEHR ausgebucht - deshalb kann ich leider erst auch erst im Laufe der nächsten Wochen EURE Weihnachtskleider bewundern.

Ih wünsche Euch allen eine schöne Weihnachtszeit, mit Familie, Freunden und allen, an denen Euer Herz hängt!

Montag, 19. Dezember 2011

Weihnachtskleid Sew Along Teil 5: PAAAANIK!

Nach dem gefühlten Desaster von letztem Montag habe ich mich ja entschieden, ein Ersatzkleid zu nähen. Den Stoff habe ich gleich am Dienstag besorgt, und jetzt am Wochenende wollte ich mich richtig ran halten um meinen Rückstand wieder aufzuholen.

Mit viel Unterstützung und der einen oder anderen kleinen Pause ab und an mal (so blockiert KANN ich nicht weiterschnibbeln!) habe ich den Zuschnitt geschafft.



Aber das war es dann auch schon, was am Kleid passiert ist.
Stattdessen habe ich mir eingebildet, dass ich unbedingt eine passende Mütze aus den Stoffresten vom Zuschnitt nähen muss. Und nein, das wäre nicht etwa danach noch gegangen, wenn zumindest das Kleid fertig ist, nein, es musste SOFORT sein!



Und da sich dann meine Samstagnacht mützentechnisch bis um vier Uhr am Sonntagmorgen ausgedehnt hat, war am Sonntag nicht mehr viel Energie fürs Kleid übrig. Dafür stecke ich jetzt VIEEEL Energie in die PAAAAAANIK!!!! Nur noch 5 Abende, wie soll ich das nur schaffen?!?

Catherine hat den guten Vorschlag gemacht, wir sollten noch die drei größten Panikmacher aufführen. Bei mir sind das:
1. die Zeit. Aber das sollte sich mit dem Urlaub ab Donnerstag verbessern
2. mein Männe aka schlechtes Gewissen (kleiner Scherz) - im Haushalt ist viel liegengeblieben, außerdem wollen wir die Schwiegereltern am 25. zum Brunchen einladen - da ist einiges zu tun.
3. Geschenke-Überlegungen: eine neue Erdenbürgerin in der Verwandtschaft, zwar schon seit Juli, aber an Weihnachten sehen wir sie das erste Mal, und ich wollte dafür noch was machen. Noch nicht mal angefangen...

PANIK!

Wer noch Panik hat oder auch von Anfang an aufs richtige Pferd Schnittmuster gesetzt hat, sammelt die Initiatorin dieses vorweihnachtlichen Nähhorrorsmarathons Catherine für uns.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Me Made Mittwoch - Nr. 11: alle Jahre wieder - die Wintermütze tritt den Dienst an

Eigentlich dachte ich, heute kein MMM zu machen, aber da ist mir was eingefallen:
Alle Jahre wieder...



... muss meine Wintermütze ihren Dienst antreten. Vor einigen Jahren frei Schnauze gestrickt, seitdem wärmt sie mir jedes Jahr fleißig, wenn auch nicht unbedingt schön *g* im Winter beim Gassigehen den Kopf.

Das Foto ist zugegeben schon von gestern, denn der erste Schnee des Jahres (mittlerweile auch schon wieder Vergangenheit) musste einfach mit drauf aufs Foto. Mützen trage ich auch schon seit ein paar Wochen, aaaber: diese Mütze habe ich wirklich gestern erst wieder das erste Mal aufsetzen können! Meine Lieblingsmütze! Seit Wochen gesucht und sehnlichst vermisst! Und da zieht sie mein Männe gestern morgen einfach so aus seiner Jacke hervor! ER hatte sie GEBUNKERT! Gemeinheit!

Okay, ich gebe es ja zu, der letzte Winterspaziergang war dann wohl etwas wärmer als erwartet, und ich hatte wohl mal wieder so ein klitzekleines bißchen gejammert und genölt, ob er nicht die Mütze nehmen könne, denn meine praktische allzweckallwettersuperduperdichtundwarme Jacke ist natürlich für "Damen" geschnitten - mehr als ein Päckchen Taschentücher passt da einfach nicht in die Taschen. Halloo-hooo? Outdoorjacke? Für den Winter, draußen, wandern? Muss ich das verstehen? *grmbfl*

Die anderen (und mit Sicherheit interessanteren) Me-Mades findet Ihr wieder bei Catherine.

Mittwoch, 30. November 2011

Me Made Mittwoch - Nr. 10: erstes Winterkleid

Hier ist mein erstes richtiges Winterkleid, am Montag fertig geworden:



Den Schnitt konnten Ihr an meinem letzten MMM schon sehen, hier also jetzt absolut wintertauglich mit warmem Webstoff, komplett gefüttert - und ein Farbfleck im winterlichen Einheitsgrau!



Wie Ihr seht: auch total bequem!



Den Stoff habe ich auf einem Flohmarkt zusammen mit ein paar anderen gekauft. Ein Zettel klebte darauf: 100% Wolle. Ein anderer Stoff war auch noch dabei, ohne Zettel. Im feuchten Format roch genau dieser andere unverwechselbar nach Schaf, der orangene aber nach *örks*! Irgendein Kunststoffmief. Höchstens Spurenelemente von Wolle! Trotzdem recht kratzig, aber immerhin wunderbar warm. Das Oberteil ist mit dem gleichen dünnen Baumwollstoff wie das Probekleid gefüttert, der Rock ist mit dem ebenfalls schon erwähnten antistatischen weißen, schwarz gepunktetem Acetat gefüttert. Ich habe eine Menge Nähte per Hand gemacht, u.a. die Ausschnitte, das Einnähen des Futters und auch der komplette Saum. Deshalb hat es auch einige Zeit gedauert...



Das braune Oberteil habe ich übrigens extra dafür noch in einem Second-Hand-Laden gekauft. Zu orange-roten Kleidern kann ich ja auch kaum rote Oberteile tragen, oder?

So, und jetzt kanns endlich ans Weihnachtskleid gehen!

Jede Menge warmer Winterkleider könnt Ihr beim Me-Made-Mädels-Kaffeeklatsch bei Catherine bewundern. Da geh ich heut abend dann auch mal hin...

Mittwoch, 9. November 2011

Me Made Mittwoch - Nr. 9: Kleid über Jeans

Gestern abend habe ich das heutige Me-Made grade noch so fertig gestellt:



ein sehr dünnes rotes Kleidchen, das ich zusätzlich über Jeans und Pulli tragen kann, oder vielleicht auch mal im Hochsommer, allerdings da unbedingt mit Unterkleid.



Eigentlich ist das hier nur ein (leider ungebügeltes) Testkleid aus dem gleichen dünnen Batiststoff wie mein fliegender Sommerrock: den Schnitt habe ich von einem Kaufkleid abgeschaut, jedoch gleich sehr abgeändert. Ich bin begeistert und werde den Schnitt mit Sicherheit nochmal "richtig" und mit unterschiedlichen Stoffen nähen.

Vielleicht wäre das ja auch schon der richtige Schnitt für mein Weihnachtskleid?

Mehr schöne Me-Made-Kleider mit hoffentlich ebenso zufriedenen Trägerinnen findet Ihr bei Catherine.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Me Made Mittwoch - Nr. 8: Pastellblumenrock

Bei regnerischem Wetter nehm ich mir heute die Sonne mit:



Ich weiß, das Foto ist nicht der Hit (und ich sollte mal an meiner Haltung arbeiten *grmbfl*), das war gegen acht Uhr morgens, draußen war's noch recht dunkel, und ich hatte nicht viel Zeit zur Nachbearbeitung. Sorry!
Heute gibt es einen (älteren) pastellblumigen Baumwoll-Leinen-Irgendwas-Rock (nach eigenem Schnitt), eigentlich sommerlicher Art, aber mit dem (in Realität leicht durchschimmernden) Punkteunterrock von letzter Woche und den neuen roten Stiefeln geht das schon. Dazu einen nicht fotografierten kurzen roten (Kauf-)Wollmantel, und eine rote Me-Made-Häkelblüte in der verhunzten Hochsteckfrisur:



Beim Warten auf den Bus, grad mal eine Viertelstunde später, wars schon deutlich heller... *grummel*

Wer heute noch seine Sommermode mißbraucht, oder im Gegensatz zu mir eine echte Me-Made-Herbstgaderobe hat, seht Ihr wieder bei Catherine.


PS: Ich freue mich wirklich sooooo sehr über all Eure Kommentare, komme zur Zeit aber einfach selbst nicht zum Kommentieren. Ich schaff es grad mal zwei, drei Mal pro Woche ins Netz, und dann auch nur für kurz, da les ich dann lieber bei Euch allen, als dass ich nur bei zweien, dreien zum Kommentieren komme.
Und an Dich, Christiane: Der Briefkasten hat Deinen Verlosungsgewinn nicht gefressen - ich hab ihn noch nicht mal richtig fertig, geschweige denn verschickt *schäm*
Ich gelobe Besserung!

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Me Made Mittwoch - Nr. 7: Roter Rock mit Pünktchenunterrock

Heute mal ganz langweilig... Den roten Rock habt Ihr hier schon mal gesehen, aber der Unterrock ist neu, aus dem weißen Futterstoff mit schwarzen Pünktchen vom Stoffmarkt dieses Wochenende.



Okay, heute werde ich was Anderes tragen (Jeans und Pulli, nix MeMade), denn draußen ist es kalt und nass, und meine MeMade-Herbst-Wintergarderobe existiert noch nicht. Das Bild ist von gestern. Und wenn der Mann im Hause nicht im Hause ist, muss sich Frau eben eine andere Fotografiermöglichkeit ausdenken. Hmpf...

Und jetzt geht's erstmal mit Hundegassigammeljeans und gefütterter Regenjacke mit dem schon ungeduldig rumquietschenden Schnüffeltier raus. Brrrrrr!

Wer sich heute wirklich dem Wetter anpassen kann und dabei auch noch gut aussieht, seht ihr bei Catherine (Gute Besserung!!!).

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Me Made Mittwoch - Nr. 6: Kuschelkragen

Heute trage ich wieder den schon gestern gezeigten Kuschelkragen, diesmal mit gehäkelter Blüte. Ist das so besser? Oder mit farbiger Blüte, evtl jeweils passend zur restlichen Kleidung?



Nachdem ich das klinische Spiegelfoto aus der Bürotoilette (ich hab es morgens zu Hause einfach nicht mehr geschafft) eh nicht auf den Computer bekommen habe, hab ich mich vorhin extra nochmal für Euch in den Regen gestellt.



Er auch. Er trägt seinen SelfMade-Alljahrespelz.



Wer sich heute sonst noch in den Regen gestellt hat, vielleicht sogar mit besser geeigneter Kleidung, das seht Ihr bei Catherine.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Peruanischer Kuschelkragen

Vor einigen Wochen war ich mit meiner Freundin im Wollgeschäft und habe einen Traum aus Wolle entdeckt: 100% Baby Lama aus Peru, so kuschelig und weich, ich konnte den Strang kaum loslassen! Noch dazu mit einem Etikett, auf dem von Hilfe für die Kinder der Schäfer die Rede war, vom Bau von Schulen, usw. Es war um mich geschehen! ICH! MUSS! DIESE! WOLLE! HABEN! Das Problem: ein Strang kostete 7 Euro, und ich hab doch schon soooo viel Wolle! Meine Freundin hat mir ins Gewissen geredet (sie ist da viel stärker als ich *schäm*) und mir gesagt, dass ich sie erst kaufen sollte, wenn ich ein wirkliches Projekt dafür habe.

Mein Gehirn hat gerattert. So eine weiche Wolle, noch dazu teuer, zumindest wenn man viel nimmt... So weich, dass sie an die Haut muss, aber nicht zu sehr beansprucht werden darf, damit sie nicht verfilzt... Also ein Schal! Aber auch kein Schal, denn da hängt ja vieles "ungenutzt" rum.
Dann kam mir die Idee mit dem Kragen. Bei Drops fand ich dann eine Anleitung zu einem ganz einfachen geknöpften Kragen, allerdings mit doppelt so dicker Wolle. Erst dachte ich noch, ob ich zweifädig stricken sollte, aber da ich den Kragen möglichst IMMER anziehen können wollte, also auch im geheizten Büro, wollte ich ihn nicht allzu dick machen. Also musste ich viiiiel Dreisatz rechnen.

In (für mich) absoluter Rekordzeit habe ich jetzt diesen Kragen gestrickt: Am Donnerstag auf einem "wichtigen Meeting" mit meiner Freundin im Café die Maschen angeschlagen, und dann Freitag und Samstag durchgestrickt und gehäkelt (bei Internetvideos mit Anleitungen zum Handspinnen geht das richtig super) und - tadaaaaah - am Samstagabend war er fertig: Mein Nonnenkragen *SCHOCK!!!*



Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht (oder doch?) streiten - er ist auf jeden Fall wunderbar weich und warm und kratzt nur ein ganz ganz kleines bißchen, weil die Haut am Hals dann doch empfindlicher ist, aber eine Art wärmendes Kratzen. Als Stulpen oder ähnliches würde ich das gar nicht merken (aber da würde die Wolle ja dann verfilzen...)

Nachdem Ihr mir nun alle so nett bei meinem Fluffiteil geraten habt (welches ich im Übrigen genau so lassen werde, denn mittlerweile gefällt es mir auch sehr gut), möchte ich Euch auch hier wieder fragen, was Ihr dazu meint: Sollte da noch ein bißchen Deko drauf oder dran (schöne Halsabschlusskante oder eine Häkelblume drauf?), oder sollte ich es so lassen? Meint Ihr auch dass ich wie eine Nonne (meine Meinung), eine Adelige aus dem Mittelalter (Männes Meinung) oder wie ein Landgraf (Meinung eines Kollegen) ausschaue?


Verwendet habe ich große Perlmuttknöpfe (vom Trödel), die von mir umgerechnete und abgewandelte (Picotkante!) Strickanleitung von Drops und die beste, weichste und fluffigste Wolle der ganzen Welt: Miski von Mirasol.



Und das Beste: anstatt der vermuteten drei bis vier Knäuel habe ich nur etwas mehr als zwei gebraucht (das Dritte musste ich nur noch für den halben Picotabschluss anbrauchen), also hab ich noch fast zwei Knäuel zu Hause!!!

Ich überlege schon eine Mütze oder einen Hut, mit der weichen Wolle direkt über den Ohren, und dem Rest in weniger empfindlicher roter Wolle? Was meint Ihr?

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Me Made Mittwoch - Nr. 5 : Fluffiteil mit Wendung (plus Anleitung)

Heute zeige ich Euch Fluffi! Fluffi ist mein allerallerallererstes selbstgestricktes Kleidungsstück. Also außer diversen Schals und Mützen. Und ich bin total stolz auf Fluffi! Okay, es könnte regelmäßiger sein, die Beulungen an den Nähten sind auch nicht sooo toll, und die Ärmel sind viiiiiel zu lang - aber es ist mein Erstlingswerk! Hugh!



Mein Gesicht war heute garnanicht vorzeigefähig, und das Licht draußen war auch noch viel zu dunkel - die Farben stimmen nicht wirklich. Das Fluffiteil hat eine warme cremige helle Farbe, so Eierschalig - super passend zu den überall festhängenden Kuschelhundhaaren.

Und nochmal von hinten und der Seite. Hier seht Ihr übrigens die angesprochenen Beulen.



Was meint Ihr zu den Ärmeln? An diesem Teil ist zwar nicht mehr viel machbar, aber für die Zukunft: Wären die Ärmel in Dreiviertellänge oder so besser?



Angefangen hatte ich dieses Teil ja schon vor Ewigkeiten, fertig gestrickt war es vor etwa zwei Monaten. Ich habe nur das zusammennähen ewig vor mit her geschoben. Aber dank tatkräftiger Unterstützung und einem Bombenwetter am Feiertags-Montag habe ich es jetzt endlich geschafft, die Teile auch zusammen zu fügen!



Ein echtes Leichtgewicht mit nur 83 Gramm!



Hier nochmal für Euch eine konfuse Zusammenstellung des Aufbaus bzw. eine sehr verworrene Anleitung:



Wollt Ihr es auch nochmal in Prosa? Ich höre nichts! Heißt das jetzt "Ja" oder "Nein"? Hmm, zur Sicherheit schreib ich es einfach schon mal auf:

Man nehme eine leichte dünne Fluffi-Wolle (in meinem Fall ist es die "Alpaca Superlight" von "Lang Yarns", 25g à 199m, Nadelgröße 3,5 bis 4, Maschenprobe 20M auf 28R, 54% Alpaca Superfine + 22% Merino Superfine + 24% Polyamid/Nylon - ein Traum von einer Wolle!), eigentlich 3 Knäuel, ich hatte nur mehr verbraucht, weil ich die Ärmel viel viel viel zu lang gemacht habe *in den Allerwertesten verbeiß*
Dazu noch eine Rundstricknadel (ist bequemer im Bus) in Größe 6.
Das einzige zu beherrschende Strickmuster ist das Perlmuster, die Maschenaufnahmen müssen immer ungerade sein. Jede Reihe wird immer mit einer linken Masche begonnen und wieder beendet. Also im Klartext: L-R-L-R-L-R-L-R-L........ Sonst nix. Einfach, oder?
Man stricke zwei Rechtecke, jeweils mit einem Maschenanschlag von 65 Maschen (das wird die Länge, also Höhe des Pullöverlis), stricke das eine Rechteck (Rücken) auf etwa 48 cm Länge, das wird dann die "echte" Breite, und das andere (Vorderteil) auf etwa 58 cm (die Länge verringert sich dann noch durch die Drehung).
Diese beiden Rechtecke werden an den Anfangs- und Endreihen (wir haben ja QUER gestrickt) jeweis zusammengenäht, so dass oben jeweils ca. 20 cm für den Ärmel bleiben. Oben wird die Schulternaht ebenfall nach Wunsch geschlossen (Faden hängen lassen um es später noch ändern zu können.
Jetzt das Armloch ausmessen und anhand des gestrickten Werkes ("Maschenprobe") die aufzunehmenden Maschen für den Ärmel bestimmen (bei mir waren es 69 M). Den ebenso stricken wie die Rechtecke, dabei aber nach Wunsch und Augenmaß symmetrisch (also immer am Anfang UND Ende einer Reihe) in jeder soundsovielten Reihe abnehmen, so dass die gewünschte Ärmelform entsteht. Dabei kommt es dann natürlich zwischenzeitlich zu Abschnitten, wo die Reihen mit rechter Masche beginnen und enden. Meine Abnahmen waren zum Beispiel total konfus: 13, 20, 30, 37, 43, 50, 57, 63, 67, 73. (Die Zahlen dürft Ihr gerne auch fürs Lottospielen verwenden, aber natürlich nur mit einer Gewinnbeteiligung von mindestens 50 Prozent!)
So, jetzt die Ärmel ebenfalls zusammennähen (bei mir dauerte das immerhin zwei Monate...) und an den Torso annähen. Anprobieren, Schulternähte toll finden oder ändern, nervige Fäden vernähen, fertig!


(Sorry für das Foto - so spät abends gibt es nicht sooo viele geeignete Locations, und die Geduld des besten Ehemannes von allen hält sich auch in Grenzen, deshalb lernt Ihr hier mal unsere formschönen und dekorativen Badezimmerfliesen kennen... Aber wenigstens stimmen hier die Farben fast)

Meine Erfahrungen? Das Fluffigarn war fies, denn das ist sooo schnell verfilzt, dass ich kaum ein paar Maschen aufribbeln konnte. Ganz schlimm war es bei den Maschenaufnahmen, da es sich da nie mehr lockert. Deswegen sieht es an den Ärmelansätzen so ... aus. Aber dieses Fluffiteil ist einfach nur schön, kuschelig (klar, bei DEM Alpaka-Anteil!) und warm. Und das schönste: Ich kann es immer anziehen, sowohl im Sommer, als auch im Winter! Und das demonstriere ich ja heute schon.

Wer heute ebenfalls schon wintertaugliches Geschütz aufgefahren hat, oder noch mit luftigen Sommerfähnchen die letzten Sonnenstrahlen einfängt, hat wieder Catherine mit ihrem Butler für Euch gesammelt.

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Vielen Dank für alle Eure Kommentare! Ihr habt ja recht, ich ändere nichts an dem Fluffiteil, würde es jedoch in Zukunft am Torso etwas enger (also weniger lange Strickstücke) arbeiten. Ich mag es mittlerweile echt gern!
Und an alle, die meinen nicht stricken zu können: Das ist wirklich mein erstes richtiges Kleidungsstück! Das könnt Ihr auch! Ehrlich! Und wenn Euch zum Nachmachen meine Anleitung nicht reicht: einfach nachfragen!
[Editende]

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