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Montag, 23. März 2015

Rolags fürs Projekt

Da die selbstgefärbten Kammzugabschnitte recht fleckig waren, hab ich sie auf dem Kardierbrett zu Rolags gearbeitet. Damit wird das Garn beim Verstricken später keinen fleckigen, sondern einen melierten Effekt ergeben.
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As the self dyed fibres were quite spotted, I made rolags on my blending board. So when knitting the yarn will not have spotted but a sprinkled effect.



Und ja, IHN gibt es auch noch ;-)
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And, yes, HE's still with us ;-)



Mittwoch, 18. März 2015

Back...

Nach langer Zeit zurück... Alles ist immer noch gleich, aber irgendwie doch auch ganz anders.
Ich weiß noch nicht was dieses Mal daraus wird und wie lange es dauern wird, aber das wird sich dann zeigen.
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Back - and a long time passed by. Everything is still the same, but very different too...
Don't know how it will be this time - we'll see.


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Ein neues Projekt für dieses Jahr:
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A new project for this year:



Lila Taft, cremefarbenes Satinband und noch unversponnene Wolle-Seide-Mischung, teils cremefarben, teils mit Säurefarben ("SEWO") selbst gefärbt.
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Purple taffeta, off-white satin ribbon and a blend of wool and silk to be spun, partly off-white (undyed), partly dyed with acid colours ("SEWO") by myself.

Montag, 22. Juli 2013

Die Wollpanschereien gehen weiter

Heute ein kurzes Update:

am Samstag (20.7.) hab ich das braune Milchschafvlies in den letzten Waschgang geschickt, es von der Sonne trocknen lassen und dann auch gleich gierig die ersten Spinnversuche gestartet.



Zuerst hab ich ein wenig aus der Flocke gesponnen, dann zwei mit den Handkarden kardierte Rolags versponnen. Da das Garn mir jedoch direkt aus der Flocke gesponnen besser gefällt habe ich mich entschieden so auch weiterzumachen. So spare ich mir zwar aufwendiges Kämmen, muss jedoch mindestens ebensoviel Arbeit beim Spinnen aufwenden um "on the fly" die Fasern aufzulockern und sämtliche unerwünschten Elemente rauszufummeln. Aber immerhin bleiben so sämtliche wunderschönen Naturfarben des Vlieses erhalten.



Die erste Spule habe ich gestern voll bekommen, die nächste dauert auch nicht mehr lange.



Und dann gibt es noch ein kleines Update-Foto von meiner Solarfärbung von heute, dem 5. Tag.



Krapp, Heidekraut und Birkenblätter scheinen super zu funktionieren, bei der Orleansaat bin ich mir nicht so sicher, aber das Sandelholz ziert sich doch sehr etwas von sich sehen zu lassen. Ob das noch was wird?

Samstag, 6. Juli 2013

Spinnradpatient - Operation durchgeführt!

Wem fällt auf was hier falsch ist? Na?



Ganz klar: mit diesem Spinnrad kann man so nicht spinnen - da fehlt der Gegenhalter für den Flügel!

Letztes Jahr Anfang August hatte ich mich in dieses Schätzchen verliebt und MUSSTE es unbedingt haben: dieser wunderschöne Metallflügel, das schöne gedrechselte Rad, und natürlich die schönen Schnitzereien - es ging nicht anders, ich kaufte es, obwohl ich wusste dass das Arbeit bedeuten würde und es auch nicht sicher war ob es überhaupt spinnfähig sein würde.



Und wie das halt so ist - das Holz hatte ich schnell rausgesucht, aber die Umsetzung reihte sich in meiner viel zu langen Todo-Liste ein. Heute war Männe dann mal wieder in Weltenrettermission unterwegs - ideal um auf der Terrasse im Sonnenschein mal wieder meine (handwerkliche) Frau zu stehen!

Also, los gehts: die Maße des im Rahmen schon vorhandenen Loches vermittelt auf das Holz aufzeichnen, aussägen und dann den "Dübel" formen.



Und schon gehts weiter: Rundungen sägen und schleifen, und mit dem Handbohrer ein Loch an die richtige Stelle bohren. Fertig!



Na gut, wenn man genau hinschaut, dann sieht man natürlich dass das Loch ziemlich schief geworden ist. Das ist besonders ärgerlich, da das Loch eigentlich überhaupt nicht tief hätte sein müssen, ich also nicht hätte komplett durchbohren müssen und es so von der anderen Seite nicht zu sehen gewesen wäre. Egal! Evtl schmiere ich das noch mit Holzpaste zu wenn es mich zu sehr stört. Da sind ja ohnehin noch ein paar Macken in dem Holz (die übrigens schon vorher drin waren!) die dann gleich mitversorgt werden können.



Hier nochmal sämtliche benutzte Werkzeuge nebst Endergebnis:



Dann alles zusammengebaut und mit provisorischem Antriebsriemen versucht zu spinnen - aber es ging und ging nichts!
Letztes Jahr hatte ich in Petzis Spinnforum einen Thread zu meinem Patienten gestartet, in dem mir erklärt wurde dass ein zweifädiges Spinnrad mit einer solch großen Differenz der Wirtelradien von Spule und Flügel nicht funktionieren kann, zumal ja auch an meinem Rad keine Einstellmöglichkeit für die Riemenspannung vorhanden ist.
Also versuchte ich es gleich nur mit einfädigem Antrieb und improvisierter Flügelbremse. Erst mit einer Nylonkordel, dann mit einer Juteschnur (oder war das Sisal?), zuletzt mit einem Garn für Häkeldeckchen. Ein Desaster!
Wenn ich versucht hatte den Flügel zu bremsen rutschte der Riemen durch, wenn ich nicht bremste, wickelte die Spule nicht auf.
Bis ich mit dem Rad schimpfte, ihm nur noch einen einzigen Versuch zusagte um es danach komplett aufzugeben und doch noch eine Drechselbank draus zu basteln.
Ich machte also noch einen letzten Test und versuchte es mit dem Häkelgarn als zweifädigen Antrieb - und siehe da: Mein Schätzchen spinnt!!!



Zwar kann ich nichts einstellen und würde auch keine feinen zarten Fasern und Garne darauf verspinnen wollen, aber für raue derbe, aber gleichzeitig nicht zu dicke (wegen relativ enger Garndurchgänge) Garne taugt es auf jeden Fall.



Und es quiiiiiietscht! Da muss Frau wannanders nochmal ran! Nächstes Jahr vielleicht? *g*

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Und als sich beim Spinnen eine Ameise auf den Kammzug verirrt hat und da so schön rumgeklettert ist, musste ich sofort an Robert und seine Ameisenliebe denken. Also schnell ein paar Fotos gemacht:

Tornado! (Mein absolutes Lieblingsfoto)



Der Weg



Und noch eine kleine Collage



So, aber jetzt werd ich einen schönen Abendausklang auf der Terrasse genießen (wo ich ohnehin schon die ganze Zeit saß *g*).
Ich wünsche Euch ein schönes sommerliches Wochenende!

Sonntag, 17. Februar 2013

Wellentuch Zimtstern - selbstgesponnen und -gestrickt

Und wieder ist ein Traum von einem Tuch von Spinnrad und Stricknadeln gehüpft: ein Wellentuch.



Die Anleitung (Holden Shawlette) hab ich bei Ravelry gefunden (hier übrigens mein Ravelry-Projekt)

Die Wolle dazu habe ich natürlich auch wieder selbst gesponnen, nämlich aus diesem wunderschönen BFL-Kammzug von ihr, gekauft schon im letzten Herbst:



Mit sich selbst zweifädig verzwirnt, hier das fertige Garn:
147 Gramm leicht, 460m Lauflänge, 20-22 wpi. Das ist mein erstes so dünnes Garn - und das war nicht mal beabsichtigt! Für das Tuch verbraucht hab ich dann genau 140 Gramm. Aus dem Rest mach ich vielleicht mal Strickblumen zum Anstecken oder sowas.



Begonnen habe ich am 2. Februar, gleich im Anschluss an das Fächertuch



Und gestern, also am 16. Februar auch schon beendet.



Dann "geblockt", aber nicht richtig, sondern nur an der oberen Löcherreihe auf einer Wäscheleine aufgefädelt und über Nacht hängend trocknen und durch die Schwerkraft "blocken" gelassen. Deshalb sind die Ränder nicht so lacemäßig perfekt gespannt, sondern kräuseln sich ziemlich. Noch gefällt mir das Tuch so - vielleich spanne ich es aber irgendwann doch nochmal richtig...



Hier noch Getragen, von vorn:



Ich liebe diesen zufällig entstandenen leichten Farbverlauf mit dem leicht flirrenden Effekt - irgendwie passt das total zu dem von der Anleitungsverfasserin beschriebenen Bild der kleinen Wellen am Strand.
Ich bin stolz und glücklich mit meinem neuen Leichtgewicht.

Sonntag, 3. Februar 2013

Fächertuch Julfest - selbstgesponnen und -gestrickt

Ich gebs zu, ich bin blogfaul. Ab und zu schaffe ich es, alle Posts meiner Blogliste komplett wieder durchzulesen, dann aber geh ich wieder tagelang kaum an die Kiste und hab z.B. aktuell grad wieder eine Liste von 134 ungelesenen Posts. Irgendwie frustrierend.
Da ich in letzter Zeit auch mehr gestrickt und gesponnen als genäht habe und es bei Ravelry so viel einfacher ist mal schnell ein Projekt online zu stellen und dann zu aktualisieren, hab ich mich, WENN ich überhaupt online war, auch hauptsächlich dort aufgehalten.

Um hier aber auch mal wieder ein bißchen aufzuholen zeig ich heute mein neuestes fertiges Projekt: mein Fächertuch aus selbstgesponnener Wolle (hier auch bei Ravelry)



Der bunte Zopf (100% Wensleydale), gefärbt von ihr:



Gekauft beim Spinntreffen am 3. Dezember, noch im Dezember versponnen



und mit ungefärbter 100% Bluefaced Leicester superwash verzwirnt. Insgesamt (inklusive des Nachschubs, s.u.) hat das Garn 394 Gramm bei ca. 593 Meter Lauflänge.



Um die einzelnen Farben des Garns schön in Szene zu setzen und nicht durch lange Reihen in einem undefinierten Mischmaschton verschwimmen und verschwinden zu lassen, konnte nur ein Projekt mit möglichst kurzen Reihen in Frage kommen, das aber gleichzeitig das gewünschte schöne große kuschelige Tuch ergeben musste. Fündig wurde ich im Strickmuster "Panda Silk Fan Shawl" (zu finden bei Ravelry und frei im Netz). Das Tuch hab ich am 7. Januar begonnen.



Mittendrin ging mir trotz vorheriger Hochrechnungen das Garn aus, aber Ester sprang als rettender Engel ein und hat für mich nochmal nachgefärbt. So hatte ich nur eine kleine Zwangspause von 5 Tagen bis ich nachspinnen konnte (von der BFL hatte ich selbst noch genug zu Hause).
Die obere Kante habe ich übrigens nicht so wie im Muster angegeben mit fünf ewig langen Kraus-Rechts-Reihen gestrickt, sondern als ewig langen, 5 Maschen breiten "Schal" seitlich angestrickt um auch hier einen schönen Farbverlauf zu erhalten. Dazu habe ich jeweils die letzte Masche des Schalbandes mit einer neu aufgenommenen bzw. der vorhandenen stillgelegten Masche des Tuches rechts verschränkt gestrickt. Ich hatte zwar keine Fotos gemacht, aber wenn es jemanden interessiert, kann ich gerne eine Beschreibung dazu anfertigen.



Am 31. Januar konnte ich das Tuch dann fertigstellen.
Und was soll ich sagen? Ich bin stolz drauf!
Jetzt darf der Winter gerne zurückkommen - ich bin gewappnet ;-)

Sonntag, 23. Dezember 2012

Weihnachtskleid Sew Along: Teil 5

Heute nun trifft sich die Nähbloggergemeinde wieder bei Katharina bzw. auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog, denn Katharina hat zum Finale geladen:
23.12.2012 Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 5: Es ist toll geworden! Grosses Finale im MMM-Blog mit mir als Gastbloggerin und allen anderen WeihnachtskleidträgerInnen (auch ohne Sew-Along-Teilnahme)

An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön an Dich, Katharina, für die ganze Organisation und den Stress, den Du Dir hier uns zuliebe noch zusätzlich zu Deinem ohnehin nicht gerade leeren vorweihnachtlichen Terminkalender gemacht hast!

A propos Stress und so: ich hatte ja schon am Donnerstag geschrieben dass ich kurzfristig meinen Kartoffelsack-Lutterlohkleid-Plan über den Haufen geworfen auf nach Weihnachten verschoben habe, stattdessen aber ein UFO von vor zwei Jahren reaktivieren würde.
Und da ist es nun:



Der Rock mit dem selbstgesponnenen Schaltuch, dazu noch eine selbstgebastelte Halskette (aus Perlseide mit aufgefädelten Rocailles, Sternchen aus Perlmutt und einer Schnecke gehäkelt) und ein extra für den Rock noch besorgter Rolli. Den übrigens phänomenal tollen Filzhut (in Bad Windsheim gekaufte Handarbeit) trag ich übrigens wegen der foto-unwürdigen Frisur.

Leider bin ich mit dem Rock (und damit dem Gesamtoutfit) nicht wirklich zufrieden. Den Schnitt (Burda 8677) hatte ich damals anscheinend eine Größe zu groß gewählt, die Hüftpasse zaubert mir eine Silhouette als wäre ich nicht mehr allein (was aber nicht der Fall ist) - aber da konnte ich jetzt leider nicht mehr viel ändern. Immerhin hab ich noch nachträglich eine Nahttasche rechts reingefummelt. Aber auch der Saum, obwohl extra sorgfältig unsichtbar per Hand angenäht, fällt besch..., wie eine Wurst, und knickt immer so hart ein. Menno!
Aber egal, der Rock ist schön schwer und hoffentlich auch warm (mit einem fiesen sich aufladenden Polytierfutter), für Weihnachten im Familienkreis (der Rest kommt in Jeans und Pulli) ganz angemessen - und ROT!



Und weil ich zumindest auf das Weihnachtschaltuch so stolz bin, hier nochmal ein Extra-Auftritt:



Jetzt bleibt nur noch eines zu sagen übrig:
Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise Eurer Liebsten!

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Weihnachtskleid Sew Along: Teil 4

Letztes Mal hatte ich ja beim Weihnachtskleid-Sew-Along geschwänzt, und diesen Sonntag hatte ich auch verpasst. Katharinas Motto wäre gewesen:
16.12.2012 Weihnachtskleid Sew-Along Teil 4: Ja, so wird das was. Letzter Feinschliff, juchuh! / Ja, das kann noch fertig werden bis Weihnachten./ Ich bin ein Schnellnäher und hole jetzt alles auf!

Was soll ich sagen? Mein Probe(!!!!)-Kleid ist über den Kartoffelsackstatus noch immer nicht weiter hinaus gekommen! Das schaff ich echt nimmer.

Der Grund war unter anderem die Erkältung, die mich auch jetzt immer noch im Griff hat. Da kann ich mich einfach nicht auf den Stuhl vor die Nähmaschine setzen, das ist einfach zu kalt.
Da ich aber nicht einfach so aufgeben will, und es auf dem Sofa unter kuscheligen Decken mit dem Stricken super funktioniert, hab ich mir einen anderen Plan überlegt:
Ich werde das aktuelle, schon fertig gestellte Spinn-Strick-Projekt mit einem UFO von vor bestimmt schon zwei Jahren kombinieren:
Rock mit Weihnachtsschaltuch!



Der Rock ist aus einem wolligen Vollpolytierchenstoff mit dem gleichen Burda-Schnitt wie der grüne Rock von hier. Ich hoffe, ich krieg das mit dem Nähen noch hin - ein paar Tage hab ich ja noch bis Sonntag. Aber nicht heute - dazu ist es mir einfach zu kuschelig (bzw. ich huste doch noch deutlich zu viel!)

Das Garn für das Schaltuch hatte ich schon vor meiner Sofapause gesponnen, den Schal selbst dann in den letzten Tagen gestrickt. Es handelt sich um 100 gr deutsche Merinowolle, ein Weihnachtsgeschenk von ihr, also geradezu prädestiniert dazu an Weihnachten getragen zu werden - zumal mit dem schönen Namen "Kaminzauber"! Das Strickmuster ist wieder dasselbe wie bei dem Fischernetz (bissl mehr dazu auch in meinem endlich mal etwas mehr gefüllten Ravelry-Profil).



Und für alle die sich auf einen Lutterloh-Erfahrungsbericht gefreut hatten: Ich mache damit natürlich weiter - NACH Weihnachten. Versprochen!

Sonntag, 28. Oktober 2012

Chaospost

Kurze Zwischenmeldung von mir: blogfaul aber fleißig am werkeln! Zum Beispiel an diesen Socken für meinen Männe aus selbstgesponnener schottischer Wolle vom Wollknoll.



Warum das so chaotisch ausschaut? Weil ich den sogenannten "Magic Loop" mit "Socken von der Spitze gestrickt" kombiniere, und was Ihr da seht ist gerade die Arbeit an der Ferse. Eine Rundstricknadel und ein ganzes Nadelspiel...

Was Ihr hier auch sehen könnt: den noch liegenden Schnee von gestern! Hier! In Mittelfranken! Schnee! Der liegen bleibt, sogar über Nacht! Am 27. Oktober!!! *kopfschüttel*

Was ich aber nicht fotografiert hatte: die zwei Vögelchen heute nachmittag in unserem Holzofen! Ja, wirklich! Wir hatten auf dem Sofa gesessen, da kam plötzlich ein Getöse aus dem Ofenrohr. Wir dachten erst an Mäuse, aber dann hat Männe bei einem betaschenlampten Blick in die Brennkammer schockiert gemeint dass da ein Vogel drin sei - nein, ZWEI! Ich nehme an es waren zwei Spatzen, die vielleicht einen warmen Rückzugsort (nein, unser Ofen war das letzte Mal irgendwann im September an) bei dem plötzlichen Wetterumschwung gesucht haben.
Einer der beiden war leider schon tot - vielleicht ein Genickbruch beim Geflatter im Brennraum? Der andere saß total verstört rum und ist, kaum dass wir die Ofentür leicht offen hatten (Männe wollte ihn eigentlich mit seinen Feuerwehrhandschuhen packen und dann raustragen) sofort rausgeflogen und panisch ans Fenster geflattert. Ich hab dann das Fenster aufgemacht (dabei hatte der Vogel sich wieder in einer Ecke versteckt) und zwei Minuten später ist er dort dann auch in die Freiheit entflogen.
Trotzdem musste ich noch ziemlich lange am Tod des anderen Vögelchens knabbern (ja, feuchte Augen waren auch dabei). Wir hatten noch nie Vögel in unserem Kamin - und jetzt gleich zwei auf einmal - waren die ein Pärchen? Ja, den einen haben wir retten können, aber... vielleicht... wenn wir schon einen Moment früher geschaut hätten...?

Jetzt werd ich mich aber erstmal wieder dem Spinnrad widmen (und nicht zuletzt auch die Gedanken dabei weiter kreisen lassen), denn die gesponnenen immerhin 107 Gramm Sockenwolle hatten leider nur zu Füßlingen gereicht. Und da mein Lieblingsmänne aber gerade vor sich hin schnupft und kränkelt, hat er auf jeden Fall richtige Socken verdient, also muss ich da wohl wieder ran.

Ich bin dann mal wieder spinnen...

Freitag, 12. Oktober 2012

Halbmond-Fischernetz

Gesponnen am 1.10. beim Spinntreffen, gleich auch verzwirnt, an den Abenden und im Bus gestrickt , gestern fertig gemacht - Mein erstes wirklich tragbares selbstgesponnenes Werk:



Die Farbe ist beim Hintergrundstrickdetail besser getroffen - das Licht draußen war einfach nicht gut für Foto.
Es handelt sich dabei um den Dschungelcamp-Zopf von Ester, den ich damals schon vorgestellt habe:



"Dschungelcamp" - 150 gr - 100% Schurwolle (Corridale)

Gesponnen waren es ganz grob und mit Sicherheit fehlerhaft gemessene 212 Meter (+/- mehr als 20% *g*). Ravelry hat ja eine total praktische Suchfunktion auch für Laufmeter. Ich wußte nur, dass ich gerne ein warmes Umhängetuch daraus machen wollte. Außerdem musste ich auch beachten dass das Garn sehr unregelmäßig gesponnen ist, und ich wollte es auch nur sehr locker verarbeiten, nicht dass da doch noch kratzige Haarenden durch zu viele Kurven im Garn (wie soll ich das sonst beschreiben?!?) rausgedrückt werden. Und nach einigen Stunden Sucherei (und jaaaa, DAS hat wirklich Spaß gemacht, soooo viele schöne Werke!) hab ich da dann auch MEINE Anleitung (Storm Cloud Shawlette von Hanna Breetz) gefunden, an die ich mich auch gehalten habe, so lang das Garn eben gereicht hat (bis Reihe 59). Das ging echt gut und einfach, perfekt fürs Busfahren und Fernsehgucken!

Beim Stricken fand ich noch, dass das Tuch eher einem Fischernetz ähnelt. Dann hatte ich mir überlegt vielleicht noch aus weißer ebenfalls noch selbst zu spinnender Wolle Blümchen zu häkeln und eine Blumenwiese aus dem Tuch zu machen. Jetzt gefällt es mir aber erstmal so ganz gut.
Und das beste dabei: Es ist wirklich kuschelkuschelweich! Es kratzt selbst am Hals fast gar nicht! Und das bei selbstgesponnener Wolle einer Anfängerin! Hach!

Und jetzt werde ich das Tuch erstmal an diesem (internetfreien *g*) Wochenende in gut gelaunter Runde mit Freunden fleißig einweihen!

Dienstag, 4. September 2012

Buntes Spinnfutter

Gestern war ich auf meinem mittlerweile dritten Spinntreffen bei den Nürnbergspinnerinnen, wo Ester uns alle auf eine harte Probe gestellt hat: Sie hat ca. 8 (acht! AAAHAAAACHT!!!!) Kilo schönste bunteste selbstgefärbte Zöpfe mitgebracht - zur freien Auswahl!!! Leider (oder zum Glück?) hatte ich meinen Fotoapparat nicht dabei, so kann ich Euch diese umwerfende bunte Menge leider nicht zeigen und Ihr kommt nicht in Gefahr schwach werden zu wollen *g*
Ich nehm's auch gleich vorweg: ich bin schwach! Sehr schwach! Und deshalb bin ich gestern nach dem Treffen mit leerem Geldbeutel aber vollen Taschen und seeligem Lächeln nach Hause geschwebt...
Warum? Na, schaut's Euch am besten gleich selbst an:



Und hier die Beschreibung all meiner kuschelweichen Schätze:

Gestern gleich angesponnen: "My favourite Jeans" - 150 gr- 100% Wolle, filzfrei (Blue Faced Leicester), für den besten Göttergatten aller Zeiten, daraus will ich ihm einen Schal weben (Richtig: nen Webrahmen hab ich jetzt auch, allerdings noch jungfräulich uneingeweiht. Aber die kühle Jahreszeit naht in großen Schritten!)

"Gletschertraum" - 145 gr - Wolle-Seidenmischung (60% BFL, 20% Kid Mohair, 20% Maulbeerseide), wunderbar edel, weich und zart, ebenfalls für Männes Hals gedacht.

"Stürmische See" - 150 gr - 100% Wolle, filzfrei (Blue Faced Leicester), wen wunderts, auch das ist für Männe

So, und jetzt noch meine Wenigkeiten von gestern *haaach!*:

"Pumpkin Juice" - 160 gr - 100% Alpaka (Baby Alpaka)
"Springtime" - 140 gr - 100% Wolle (Blue Faced Leicester)
"Zimtstern" - 145 gr - 100% Wolle (Blue Faced Leicester)

Und last-but-not-least: "Dschungelcamp" - 150 gr - 100% Schurwolle (Corridale), geplant als warmes Umhängetuch oder so, das hatte ich allerdings schon beim Augusttreffen adoptiert

Hach, ich freu mich so aufs Verarbeiten, denn all diese Fasern sind so schön weich und kuschelig - das macht einfach nur Spaß!


PS:
à propos weich und kuschelig: Wer rund um Klein Gallien, also in Ober-, Mittel- oder Unterfranken oder auch sonst irgendwo sich schon seit längerem überlegt, ein Schnüffeltier in die Familie aufnehmen zu wollen:
Mämstin Unikumosa höchstpersönlich setzt sich gerade mit Leib und Seele, und das auch noch im wahrsten Sinne des Wortes, für eine schöne Zukunft von lieben, aber bislang nur geschundenen Wesen ein. Vielleicht könnt Ihr ja einem dieser lieben Mädchen den Platz in Eurem Herzen und zu Euren Füßen anbieten? Ich kann es, leider, leider nicht...

Sonntag, 29. Juli 2012

4 + 42 Schafe - oder: Jetzt spinnt sie total!

Plötzlich sind sie aufgetaucht, einfach so, auf meiner Handspindel:



Ganz nett, dachte ich, vier putzige Schäfchen. Aber was machen die bei mir? Haben sie sich etwa verlaufen?

Ich hätte es ahnen müssen: Schafe bleiben nicht gern alleine, sondern lieben ihre große Herde. Eine Truppe von weiteren Schafen schlich sich von hinten an - ich war total überrumpelt!



Aber als ich dachte, das sei es jetzt hoffentlich gewesen, wusste ich noch nichts über die wirklichen Ausmaße einer Schafherde!



Und jetzt sitz ich hier, mit meinen 4 plus 42 Schafen...

Was mach ich nun aber mit den Tierchen? Wegschicken wäre zu grausam, immerhin sind ja auch kleine unschuldige Lämmer dabei!
Da fiel mir ein, dass hier doch erst vor etwas eingetroffen war:





Das sah doch alles noch recht leer und frei aus - die perfekte Weide für meine Schafherde!

Hier sind nun also meine beiden Spinntierchen in trauter Zweisamkeit (Wenn Ihr genau hinschaut seht Ihr auch die Herde - Klick macht übrigens alle Bilder groß):



Das linke habe ich 2008 in der E-Bucht gekauft - ich vermute, der Verkäufer stellt die Rädchen selbst her. Mein Mäxle (in Anlehnung an den Verkäufernamen, wie es auch schon anderswo im Netz genannt wurde) ist ein durchdachtes praktisches Teilchen, ohne Anspruch auf Professionalität, aber bei guter Pflege überlebt es mich wahrscheinlich um Jahrzehnte! Ich liebe es vor allem, dass es sogar eine Lazy Kate hat und trotzdem so schön schmal ist, nicht viel Platz braucht und dabei auch noch ganz nett aussieht!
Das rechte, das Sonata von Kromski, habe ich letzten Mittwoch geliefert bekommen und auch gleich kurz ausprobiert, bevor ich dann die Schafherde da drauf geschickt habe. Da muss ich mich jetzt allerdings erst noch dran gewöhnen, da es doch sehr anders als Mäxle arbeitet. Bislang gefällt es mir aber wirklich sehr gut!
Warum ich das noch dazu gekauft habe? Naja, erstmal sind die Rädchen wie Schafe auch Herdentiere, die alleine recht unglücklich sind. Schon in Pärchenhaltung aber fühlen sie sich gleich deutlich wohler. Außerdem brauchte ich ja noch ein Mitnehm-Rädchen für Spinntreffen und Klappiurlaube! Leider ist das der einzige Grund, den Männe akzeptiert *g*. Oben seht Ihr es übrigens schon im zusammengeklappten Zustand. So kommt es dann in den mitgelieferten Rucksack hinein - das kann ich dann sogar (vorsichtig) auch im Bus mitnehmen wenn es zum monatlichen Spinntreffen geht.

********

Noch kurz zum Fachlichen: beim Sonata hatte ich mich für die Variante "unbehandeltes Holz" entschieden (Birkenholz?). Die Schäfchen sind mit weichem 2B-Bleistift vorgezeichnet (Radiergummi hat dabei auch super funktioniert) und dann mit (weichen) Buntstiften in weiß, hellrötlichbraun, dunkelbraun, schwarz, grün und rot gezeichnet. Das gesamte Rad habe ich dann einmal mit "Liberon Holzwachs" gestrichen. Dadurch ist es momentan noch recht rauh - wenn ich Lust dazu habe werde ich deshalb die gesamten Oberflächen noch einmal mit feinem Schleifpapier schleifen und es dann noch einmal streichen müssen. Aber so ist jetzt erstmal schonmal das Holz vor Wasser und Schmutz geschützt.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Spinnanfänge - jetzt auch am Rad und verzwirnt

Ich spinne weiter! Heut zeige ich Euch ein paar (Zwischen-)Ergebnisse:

Mein erstes Handspindelgarn habe ich am letzten Wochenende mit sich selbst am Spinnrad verzwirnt.



Dieses Garn (graue schottische Wolle) habe ich wirklich restlos zu Kopf und Beinen verhäkelt. Dazu habe ich dann "noch schnell" aus gelblicher holländischer Wolle Garn für den Körper gesponnen und verzwirnt, außerdem auch noch ein wenig schwarzbraune irische Wolle für die Stickerei. Bei letzterer habe ich schon einmal Navajo-Verzwirnen geübt. Gefüllt ist das Schaf mit kleinen Spinnunfällen und vor allem mit Hundehaaren - davon hab ich ja genug da *g*. Und es duftet ganz leicht nach Schaf. Ich liebe es!
Alle beschriebenen Fasern hatte ich übrigens zusammen mit Handspindel und Spinnrad schon Anfang 2008 gekauft, als ich mich entschieden hatte, das Spinnen lernen zu wollen. Dann kamen allerdings Haussuche und -kauf, sowie die Hochzeit und der Umzug dazwischen - bis eben vor anderthalb Wochen.



Hier seht Ihr was ich draus gemacht habe - und das bunte nun ebenfalls navajoverzwirnte Bluefaced Leicester Garn, das ich ja von Ester geschenkt bekommen hatte. 41 Gramm, 41 Meter Lauflänge - und bald hoffentlich ein leichter weicher Schal.

Dienstag, 3. Juli 2012

Ich spinne - ein Wolf im Schafspelz!

Seht Ihr, was ich sehe?



Ein Wolf im Schafspelz!

Danke, liebe Ester, für dieses tolle "Balkonschaf"! Männe war zwar erst skeptisch wegen des Geruchs (immer diese Stadtmenschen... tst tst!), kann sich aber gut vorstellen wie ich im Winter mit dem "Fell" auf dem Schaukelstuhl sitze und stricke, ich bin ohnehin total begeistert von dem Fellchen (mmmhhhh Schafsgeruch!!!) - und der Dritte im Bunde? Der kriegt seinen Schnüffelzinken kaum mehr aus dem Fell raus... *schnuff* mmmhhhh Schaaaaf *schnüffel* mmmmmmhhhhh Henrykaaater *schnuff* mmmmmmmhhhhhh



Gestern durfte ich das Balkonschaf (jetzt Schaukelschaf) gegen ein paar Gläser selbstgekochte Kirschmarmelade in einem noch spontan selbstgenähten Flaschentragerl tauschen - auf einem mittelfränkischen Spinntreffen. Was soll ich sagen? Ich bin angesteckt! Ich hatte meine schon vor über vier Jahren gekaufte Handspindel nebst einem Stück naturgrauem Kammzug mitgenommen und damit dank hilfreichster Unterstützung seitens der Spinnerinnen schon zu dem auf diesem Foto zu sehenden kleinen grauen Knäuel versponnen.



Als ich dann spätabends nach Hause gekommen bin (Danke nochmal an den liebsten - und hungrigsten - Chauffeur der Welt! Sorry, ich wusste nicht, dass ich so lange bleiben und sogar auch noch kulinarisch verwöhnt werden würde...), konnte ich irgendwie nicht aufhören und habe im Bett (!!!) auch noch den bunten Kammzug feiner anfängertauglicher Bluefaced-Leicester-Wolle (noch ein Geschenk von Ester - daaaanke!!!) angesponnen - ich war total baff wie dünn und regelmäßig das Garn geworden ist! Der Hammer! Ich hatte vorher noch nie im Leben gesponnen - also physikalisch, materiell und so *g* - und dann DIESES Ergebnis noch am ersten Abend! Ich bin jetzt total spinnfiziert! Echt! *zitter* *bibber* *kribbel* Ich glaub ich muss jetzt mit schreiben aufhören - die Spindel ruft!

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