Posts mit dem Label Stickerei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Stickerei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 28. August 2012

Hochzeitsgast - meine Geschenkbasteleien

Am letzten Samstag war ich zur Hochzeit meiner Cousine eingeladen. Es versteht sich wohl von selbst, dass mein Geschenk nicht einfach aus einer gekauften Glückwunschkarte mit Geldscheinfüllung bestehen wird, oder?

(Wie immer gilt: Klick machts groß!)

Bastelei Nummer eins: eine "Karte" aus Tonpapier, selbstgesponnener Wolle, Zahnstochern, einer alten Mutter und viel viel Kleber



Bastelei Nummer zwei: die Verpackung des "Goodies".
Meine Cousine hat Zöliakie, kann also nicht mal kleinste Spuren von Gluten, also dem Klebereiweiß aus dem üblichen Getreide zu sich nehme und muss deshalb z.B. auf Pasta aus Reis, Mais oder Buchweizen zurückgreifen. Dass Pasta da anders schmeckt und sich auch anders verhält (ich sage nur: Matsch!) ist klar.
Am Familiensommerfest jedoch hatte ich extra für sie einen glutenfreien Nudelsalat mitgebracht - und sie war begeistert von den Nudeln die ich da erwischt habe. Ich übrigens auch, denn die schmecken wirklich fast so wie "echte" Nudeln und wurden auch richtig al dente! (Wen es interessiert: Die Marke heißt "denree" und scheint die Hausmarke der "DENN's"-Biomärkte zu sein. Echt empfehlenswert!) Naja, und da sie bis zu dem Zeitpunkt noch nichts von dieser Marke wusste, war es für mich ziemlich klar, ihr davon ein paar Packungen mitzubringen.
Nur wie verpacken? Meine Lösung: noch "schnell" zwei Ökobeutel genäht, einen zum Verpacken der "Matratze", einen davon sogar schick bestickt als "Decke", Gesichter auf die Spaghetti-Packungen draufgemalt, nen Sparstrumpf mit der Geldspende unter die "Matratze" gelegt - fertig ist das Geschenk mit Augenzwinkern.



Hier nochmal die Taschendetails. Bestickt ist übrigens nur die "Decken-Tasche", sogar beidseitig - die andere, die Matratzentasche, habe ich alltagstauglich neutral gelassen.



Und noch eine Kleinigkeit, die ich Euch zeigen will: die Karte meiner Tante. Als sie gesehen hat, dass ich mit dem Cutter an meiner Karte herumgebastelt habe, hat sie mich gefragt ob ich nicht auch ihre Karte ausschneiden kann. Das hab ich natürlich gerne gemacht - nehme mir nun aber das "Recht" heraus, die Karte nun hier zu posten *g*. Es handelt sich also um ein schimmerndes Perlmuttpapier, dessen Ausschnitte mit den Geldgeschenkscheinen hinterlegt werden. Ich war richtig begeistert davon: einfach und doch so effektvoll!



Das waren also die Geschenke - das Outfit kommt dann morgen, püktlich zur Wiedereröffnung des MMM nach der Sommerpause!

Samstag, 27. August 2011

Erste Nähmaschinenstickereien - eine Stricktasche für Busfahrten

Meine Lieblingswollverkäuferin, hier aus unserem Dorf, macht leider zu. Es rechnet sich nicht, meinte sie. Sie konnte schon kaum mehr schlafen und essen, weil die Sorgen sie so sehr belastet haben. Sie hört nun also nach über zehn Jahren auf.

(Leider kein Einzelschicksal, wenn man sich die langsam verwaisenden "Einkaufspassagen" in den Dörfern und auch viele innerstädtische Fußgängerzonen anschaut. Das einzige, was heutzutage anscheinend gut läuft sind Spielkasinos und Goldankauf- und Handyläden, und natürlich die tollen modernen Einkaufszentren mit immer wieder den gleichen Läden drin... Aber das nur so nebenbei...)

Nachdem ich nun also den ersten Schock nach der Nachricht überwunden hatte, kam in mir der Wunsch auf, ihr unbedingt etwas Gutes tun zu wollen - und das, obwohl ich sie eigentlich kaum kannte. Nun, mittlerweile kenne ich sie schon besser und habe sogar auch eine persönliche Verknüpfung in der Vergangenheit entdeckt - wie klein doch manchmal die Welt ist...

Schon wieder abgeschweift... Nun also ihr Geschenk, was ich ihr heute beim Ausräumen-Helfen übergeben habe - mit meinen ersten Versuchen mit dem Stopffuß meiner Nähmaschine zu sticken.



Verbesserungswürdig - so mein Urteil. Ihres? Sie hat sich einfach nur gefreut!



Da sie nun in der Stadt arbeiten und dazu oft mit dem Bus reinfahren wird, habe ich Ihr eine Art Handtasche genäht, mit der sie hoffentlich recht bequem während der Fahrt stricken kann.



Es gibt einen großen Innenbeutel mit Kordelzug, in den die Wollknäuel rein können. Den Faden zieht man einfach nach außen, macht den Kordelzug zu, so können die Knäuel innen munter rollen und kugeln beim Garnabrollen und fliegen nicht durch die Gegend. Wenn dann unvermutet an der Aussteigehaltestelle ankommt, kann das Strickzeug einfach so schnell in die Handtasche gestopft werden.



Außerdem gibt es noch zwei Innentaschen, für Maßband, Schere, Stricknadeln, Notizbuch, Schlüssel, Geldbeutel, usw., eine davon mit Reißverschluss.



Nun ja, und anstatt den Träger mit einem langweiligen X anzunähen, hab ich mich eben "ein bißchen" verkünstelt.



Fragt mich nicht, wie viele Stunden ich für diese Tasche gebraucht habe - bezahlen würde sowas niemand! Aber sie hat sich offensichtlich wirklich sehr gefreut - und ich hoffe, dass es Ihr den Abschied vom alten Leben und den Einstieg in ihr neues ein bißchen verschönert.

Und irgendwann muss ich sowas auch mal für mich machen...

Mittwoch, 16. Februar 2011

Täschchen Ahoi!

Montag letzte Woche hatte ich schon dieses Täschchen für eine Kollegin genäht, welche letzte Woche Dienstag zusammen mit der Teddybärchenempfängerin Geburtstag gefeiert hatte. Leider bin ich da nicht mehr ganz fertig geworden, sondern habe es provisorisch so zusammengenäht, dass es mit auf den Gabentisch konnte. Heute ist nun endlich der Reißverschluss reingekommen.



Da die Kollegin sehr gern mit den Schiffen eines bekannten Kreuzfahrtanbieters auf dem Mittelmeer unterwegs ist, fand ich das Thema ganz passend. Da ich jedoch sämtliche Applikationen per Hand aufgenäht (die Ränder sind umgeschlagen!) und dann nochmal umstickt habe, hatte das ewig gedauert. Das hatte ich (mal wieder) eindeutig unterschätzt...

Dienstag, 27. Juli 2010

Hundehalstuch und variable Gassitasche

Ein Cousin von Männe hat am Wochenende geheiratet. Da das Pärchen, schon zu dritt ist, also wie wir auch auch einen Hund hat, dachte ich mir: Töpfe und Pfannen schenken kann jeder, Geldscheine in gekaufte Grußkarten mit passenden Briefumschlägen stecken ebenfalls - ich verpacke unseren Geldschein einfach in eine "wiederverwendbare" Verpackung.
Es gab dann also ein dreieckiges Hundehalstuch mit dem handgestickten Namen, und dazu eine (hoffentlich) praktische Gassigeh-Tasche (kein Schnittmuster - das hat sich alles dynamisch beim Nähen entwickelt)



mit verstellbaren Trägern, auf beiden Seiten je eine Schlaufe zum Einhängen von Dingen wie z.B. des abnehmbaren externen Leckerlie-Beutel



und viel Stauraum innendrin: eine große flache Tasche hinten, ein kleines Fach rechts für Münzen, Schlüssel oder ähnliches, vorn ein geteiltes voluminöses Fach mit Gummizug und links ein kuscheliges mit Samt gefüttertes Handyfach.



Das Muster auf dem Taschendeckel vorne drauf wurde per Hand appliziert.



Auch das war, genauso wie das Kissen, wieder so eine Hau-Ruck-Aktion, da ich - natürlich - die Arbeit ewig vor mir hergeschoben habe, dann kam vorletztes Wochenende das Kissen dazwischen, und dann musste ich die ganze Tasche wieder in diversen Spätschichten machen. Das Halstuch hatte ich zum Glück schon vorher fertiggestellt gehabt - das Sticken hatte ewig gedauert!

Nachdem sich die Frischverheirateten so begeistert über das Geschenk gezeigt hatten, habe ich ihnen noch angeboten, auch noch eine passende Gürteltasche zu machen - mal schauen, ob das in Anspruch genommen wird. Einen Rest von dem karierten Stoff hätte ich noch.

Ein Kissen zur Stütze

Eine Kollegin, die ich sehr schätze, und die schon viel in ihrem Leben durchmachen musste, trotz ihrer eigentlich noch jungen 34 Jahre, musste sich letzte Woche einer schwierigen Wirbelsäulenoperation unterziehen. Nachdem der Termin schon ein halbes Jahr ständig verschoben wurde, kam Mittwochs der Anruf, dass der Termin am nächsten Dienstag ist, sie aber schon am Montag in die Klinik muss. Die Aufregung war groß.
Ich hatte mir ohnehin schon vorgenommen gehabt, ihr etwas in die Klinik mitzugeben, aber das kam dann doch recht überraschend. Mir ist dann Donnerstag früh die Idee mit einem Kissen voller Unterschriften der Kollegen eingefallen, habe dann eben diese Unterschriften auf Papier gesammelt und sie dann Donnerstag Abend angefangen auf ein Stück Stoff zu pausen und mit buntem Stickgarn nachzusticken. Nachtschichten und ein sehr beschäftigtes Wochenende folgten, und das Resultat am Montagmorgen seht Ihr hier:



Ein selbstgenähtes Kissen aus orangefarbenem Leinen, hinten im unteren Drittel mit einer Öffnung ohne Knöpfe oder Reißverschluss (Hotelverschluss?), den Stoff mit den Baumwollunterschriften draufgenäht, und dann noch Spitze, die ich eigentlich für eine Bluse gekauft hatte, per Hand drumherum genäht.
Es hat lange gedauert, viel Schweiß gekostet, aber es hat sich gelohnt: sie hat sich sehr gefreut und meinte, dass es ihr jetzt bei all den Schmerzen nach der Operation helfen wird.

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...