In den letzten Wochen hatte ich extrem viel um die Ohren. Zwischenprüfung, Tests in der Berufsschule, Seminare und das eine oder andere Private. Es ist zwar leider noch nicht alles vorbei, aber jetzt wird es zumindest ruhiger, und ich kann mich so langsam daran gewöhnen dass Abendprogramm nicht automatisch Kochen-Essen-Lernen bedeuten muss. Und so kann ich es mir jetzt tatsächlich mal leisten, nach einem heißen verschwitzten Tag den erfrischend kühlen Abend mit einem schönen Gartenbuch und einem "Jungen Franken" auf der Terrasse ausklingen zu lassen. Wusste schon gar nicht mehr dass sowas geht...
Donnerstag, 20. Juli 2017
Atempause
Mittwoch, 14. Juni 2017
Sie ist da...
... meine Französin, und hat auch schon ihr "Zimmer" bezogen, gleich bei unserem anderen Franzosen, dem Klappwohnwagen (französische Marke Esterel).
Jetzt muss ich mich nur trauen mit ihr zu fahren, so als absoluter Motorisiertes-Zweirad-Neuling...
Samstag, 10. Juni 2017
Samstag, 3. Juni 2017
Mein Motivations-Helfer
Mein Lied - zum Wieder-Hochkommen wenn's mir nicht so gut geht, aber auch insgesamt:
Dienstag, 23. Mai 2017
Aus dem Bauch heraus
Ich hinterfrage immer alles. Warum, wieso, weshalb. Ich will verstehen!
Aber ich hinterfrage auch mich selbst, meine Handlungen, meine Entscheidungen. Auch noch lange danach. Ich mache mich selbst mit eben diesen Fragen verrückt, kaputt.
Momentan handle und entscheide ich viel aus dem Bauch heraus, einfach so, ohne viel nachzudenken.
Ich gehe meinen Gefühlen nach, handle einfach. Meist ist das dann auch gut.
Natürlich denke ich DANACH wieder viel, analysiere, filetiere. Selbst wenn es dafür keinen wirklichen Anlass gab, wenn die Entscheidung weiterhin richtig scheint.
Ich denke ich sollte das einfach lassen. Aus dem Bauch entscheiden und dann auch aus dem Bauch leben. Einfach darauf vertrauen dass es richtig war. Denn selbst wenn es das nicht war - ändern lässt sich die Vergangenheit nicht mehr, aber draus lernen kann ich immer. Und das geht auch ohne "vorbeugendes" Grübeln.
Egal wie, es wird gut!
Freitag, 12. Mai 2017
Einfach sein
"Einfach sein" von Willi Astor
Einfach sein
Dienstag, 28. März 2017
Ich werd mal Erbtante!
Ich wollte Familie, Kinder, ein Haus mit Hund und Garten. Meinen Mann hab ich vor elf Jahren gefunden, vor neun Jahren haben wir uns erst einen Hund zugelegt, dann ein familienfreundliches Haus gefunden und bei der Gelegenheit gleich geheiratet.
Viele der Wünsche hab ich also bekommen, aber das Leben erfüllt eben nicht alle Wünsche. Wir haben keine Kinder und werden wohl auch nie welche haben.
Es dauerte Jahre das zu begreifen, zu verdauen, zu verinnerlichen - und auch heute tut es immer wieder weh. Zwar gibt es oft diese Momente, grad wenn ein Kind lauthals schreit und ich genau weiß: DAS bleibt mir erspart! Aber ich werde eben auch nie eine kleine Hand spüren, die meine Hand sucht, weil sie mir was zeigen will, oder vielleicht auch meinen Schutz sucht.
Andererseits kann ich mein Leben leben wie ich möchte. Ich konnte bei der großen Firma kündigen, auf all das viele Geld und die Sicherheit verzichten, einfach so, und eine Ausbildung als Gärtnerin beginnen, mit wenig, seeehr wenig Geld heute, aber auch in Zukunft. Einfach so. Ich bin niemandem Rechenschaft dafür schuldig, nur mir selbst und meinem Mann. Das ist eine Freiheit, die kaum ein Elternteil dieser Welt hat.
Ob das nun besser ist? Nein, bestimmt nicht. Aber auch nicht schlechter. Es ist anders. Ich hätte es mir gerne anders ausgesucht, aber es ist eben so gekommen, und "Tauschen" geht nicht, und würd ich auch nicht wollen.
Ich werd eben Erbtante. Also wenn ich mal irgendwann Nichten oder Neffen habe. Dann werd ich schrullig und nervig und genieße es, meinen Erbtantenbonus auszuspielen. Und werde es genießen, wenn ich dann nach einem tollen Tag voller Kinder-Verwöhnen und -Verziehen die Blagen wieder an die Eltern zurückgeben kann und wieder meine Ruhe und Freiheit habe. Und vielleicht auch dann und wann ein kleines Tränchen verdrücken, aber nur eines - und danach einen extra langen Arbeitstag in der Gärtnerei machen, damit ich wieder gut drauf bin.
Montag, 20. Februar 2017
Dankbar...
... bin ich, dass alles so gekommen ist, wie es jetzt ist.
Ich kann mich kaum noch zurück erinnern, wie es war, täglich zur großen Firma zu gehen, im Büro vor dem Computer zu sitzen, ständig das Gefühl zu haben, dort total fehl am Platz zu sein. Ich war mehr als nur fertig, habe daheim immer wieder grundlos und hemmungslos geweint, konnte keinerlei Sinn in meiner Existenz mehr sehen. Zu sagen dass ich fertig war, ist vermutlich noch untertrieben.
Das ging so über Monate, über Jahre. Ich wusste einfach nicht wohin. Ich dachte immer: "Reiß Dich zusammen, das musst Du schaffen! Ihr habt das Haus, das darfst Du nicht riskieren." Selbst eine Reduzierung der Arbeitszeit um einen Tag brachte nicht den gewünschten Effekt.
Und dann kam der Moment, der das Fass zum Überlaufen brachte. Es gab das jährliche Gespräch mit dem disziplinarischen und dem fachlichen Vorgesetzten, in dem der fachliche Chef eine Dreiviertelstunde lang letztendlich nur sagte wie unzufrieden er mit mir ist, und wie ineffizient ich sei. Der disziplinarische Chef versuchte zwar zu vermitteln und abzuschwächen, den Fokus von der Vergangenheit auf die Zukunft zu richten, was ich denn nun anders machen sollte, usw. - aber nach kurzer Zeit kam wieder "unzufrieden" und "ineffizient".
Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich bereits anderthalb Jahre bei dem fachlichen Chef, und er hatte nur einmal, fast ein Jahr vorher, beim Abschluss eines kleinen Projektes gesagt, dass ich zu viel Zeit dafür gebraucht hatte, danach nichts mehr.
Es war wie eine riesige unerwartete Woge Eiswasser, welches mir den Boden unter dem Füßen raubte und mich in die Tiefe des Ozeans zog, besinnungslos, betäubt.
Natürlich bekam ich einen richtig miesen Migräneanfall. Den Rest des Tages brachte ich dann irgendwie hinter mich, abends daheim war ich mir noch lethargisch, apathisch, einfach fertig.
Ich hatte nur noch den einen Gedanken: ich MUSS da weg! Wenn ich überleben will, muss ich da irgendwie raus, sonst geh ich komplett kaputt und lande in der Nervenklinik.
Und dann, als ich ins Bett ging, da kam der Gedanke: ich will Gärtnerin werden!
Vorher schon hatte ich immer wieder überlegt, mal in den Gärtnereien der Umgebung wegen Möglichkeiten für mich nachzufragen, aber das war nie wirklich konkret. Aber in diesem Moment WUSSTE ich es.
Das war ein Donnerstag.
Am nächsten Tag, also Freitag, sind wir nach der Arbeit tatsächlich in die Gärtnerei da ich eine Pflanze brauchte, und ich habe beim Bezahlen all meinen Mut aufgebracht und gefragt: "Wen müsste ich hier fragen wegen einer Ausbildung?" Der junge Mann an der Kasse meinte: "Mich.". Der Chef also! Ich wurde noch kleiner und meinte: "Es geht um mich, ich bin aber schon 32 Jahre alt..." Kein Problem, ich solle einfach meine Unterlagen abgeben.
An einem sommerlichen Samstagmorgen habe ich dann auf der Terrasse meine Unterlagen zusammengestellt, ein Bewerbungsschreiben verfasst, alles ausgedruckt und in einen Briefumschlag gesteckt. Mittags habe ich das dann direkt dem Chef in die Hand gedrückt. "Das ging ja schnell!"
Es dauerte bis Dienstag, bis ich die Mail bekam die mich fliegen ließ: Sie wollten mich zum Bewerbungsgespräch sehen. Dieses war dann am Freitag.
Ich hatte noch nie so ein entspanntes Bewerbungsgespräch. Ich hatte eher das Gefühl, dass die Gärtner fürchteten dass ich mir falsche Vorstellungen vom Job und den Finanzen mache, als dass sie tatsächlich mich bewerten und prüfen wollten.
Am nächsten Tag, Samstags, bin ich dann zum Probearbeiten gekommen, und am Montagmorgen kam dann der Anruf: Sie würden mich nehmen, wenn ich denn wollte. NATÜRLICH!!! Das war einer der schönsten Momente in meinem Leben!
Wiederum am Samstag habe ich den Ausbildungsvertrag unterschrieben, und dann am Montag mit höchstem Genuss meine Kündigung abgegeben. Seitdem bin ich glücklich.
Ich bin einfach nur glücklich, dass sie mich genommen haben, dass mir die Arbeit so viel Spaß macht, dass die Kollegen so ein nettes Team sind, dass ich das Gefühl habe in einer Familie angekommen zu sein. Angekommen!
In Leben so oft umgezogen, später auch beruflich innerhalb der Firma viel rumgeschoben geworden, so oft und immer wieder das komplette soziale Umfeld verloren - und jetzt tatsächlich angekommen! Ich bin wieder lebendig! Ich lebe!
Und das Wichtigste hab ich vergessen zu erwähnen:
Ich bin vor allem einem Menschen dankbar: meinem Mann, der gesagt hat: "Mach das, zieh es durch! Das Geld ist nicht wichtig, wir schaffen das shon irgendwie. Und WENN es eben ein paar Jahre länger dauert das Haus an zu bezahlen. Es zählt nur Deine Gesundheit, also mach es!"
Ich liebe Dich!
PS:
Dieses Foto habe ich auf der Heimfahrt mit dem Fahrrad vom Bewerbungsgespräch an jenem Freitagvormittag gemacht, mit der Hoffnung dass es ein Foto von meinem zuküntigen Arbeitsweg sein möge. Und so ist es jetzt auch gekommen.
Danke!
Samstag, 21. Januar 2017
Freitag, 20. Januar 2017
Gegen eigene Prinzipien verstoßen
Dienstag, 13. September 2016
Zurück auf die Schulbank...
... und irgendwie ist das schon eine seltsame Sache nach 10 Jahren im Berufsleben wieder als Schüler still zu sitzen und mit Dingen wie Extemporalen, Schulaufgaben, Klassenbüchern, Tafeldienst und Handyverbot im Unterricht konfrontiert zu sein...
Mein Mann hat mir heute extra noch eine Schultüte gepackt: die Familien-Schultüte, von der Schwiegermutter selbst gebastelt...
Sonntag, 4. September 2016
Plötzlich, über Nacht...
Im Januar wurde mein Hörgerät eingestellt, seitdem wurde mein Hörvermögen auf dem linken Ohr immer schlechter und schlechter, trotz Hörgerät. Ich vermute: weitere Hörstürze o.ä. durch die psychische Belastung.
Jetzt habe ich nach über zwei Wochen Urlaub am Donnerstag und Freitag meine ersten zwei Tage als Gärtner-Azubi gearbeitet, anstrengende Tage, besonders wegen der ungewohnten Tätigkeiten.
Am Samstagmorgen bin ich aufgewacht und dachte mein Ohr platzt, das Ohrgeräusch war extrem laut und ich hatte nichts mehr von der Umgebung gehört, außerdem war mir insgesamt nicht gut, leichte Gleichgewichtsprobleme.
Ich habe gefürchtet dass es jetzt vorbei ist und ich komplett taub auf dem Ohr werde.
Innerhalb einiger Stunden ist der Spuk verschwunden ohne dass ich es gemerkt hatte.
Als ich dann nachmittags das Hörgerät eingesetzt habe, habe ich plötzlich wieder klar gehört, deutlich, und sogar noch lauter als damals im Januar.
Der ganze Kopf voller Töne und Geräusche, Stereo, voller Klang! Einfach so, von einem Tag auf den anderen...
und das dauert noch bis jetzt so an....
Wenn das nicht ein Beweis dafür ist dass meine Entscheidung nicht Mut sondern vor allem pure Notwendigkeit war.....
Freitag, 12. August 2016
Tausche Firmenausweis gegen Gartenschere
Heute war mein letzter Tag in der großen Firma, ab September fängt mein neues Leben als Gärtner-Azubi an - und ich kann nichts Anderes als mich zu freuen, freuen, freuen!
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Today was my last day at the big company, in September my new life as a gardener trainee will start - and I cannot do anything but feeling happy, happy, happy!
Montag, 7. Dezember 2015
Schön ist...
... eine der letzten Rosen die dem beklemmenden November dieses Jahr einen Hauch Farbe und Licht gegeben hat...
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... one of the last roses that gave this oppressive November this year a little touch of colour and light...
... wieder Stereo zu hören wie der Löffel in der Tasse klingt...
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... hearing the sound of the spoon in the cup in stereo sound...
... und lila mit Strass!!!
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... and lilac with rhinestone!!!
Freitag, 13. November 2015
Life is wonderful!
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Last months (and years) were not easy - and it wont further be easy, neither. Concerning health, job and private matters - at the moment I have to struggle with difficulties anywhere. During the last months I often even did not have enough motivation for the most loved activities, felt like being paralysed, discouraged, slack.
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Ich kann nicht sagen dass es mir jetzt besser ginge - aber ich habe mir etwas vorgenommen: ich will mich davon nicht mehr runterziehen lassen! Es ist schlimm genug DASS ich Probleme habe - aber muss ich deswegen zulassen dass diese Probleme auch noch alle anderen potentiell schönen Momente von vornherein auffressen?
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I cannot say that it I feel better now - but I decided something: I will not let it get me down no more! It is hard enough having difficulties at all - but do I really have to agree in these difficulties eating up all the potential beautiful moments in my life in advance?
Ich habe so viel bessere Vorraussetzungen für ein schönes Leben als viele andere auf der Welt! Ich lebe in einem Land in dem es seit 70 Jahren keinen Krieg mehr gab, ich habe ein Dach über dem Kopf, habe immer genug zu essen, kann (normalerweise) auf die Straße zu gehen ohne um mein Leben zu fürchten - aber alles das ist hier in Deutschland so selbstverständlich dass ich es nicht zu schätzen weiß. Da müssen erst Menschen aus anderen Erdteilen hierherkommen und mit leuchtenden Augen sagen dass sie es hier so schön finden weil sie keine Angst haben aus dem Haus rauszugehen und Frauen hier nicht geschlagen werden dürfen. Ja, ich habe es hier gut!
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I have so much better preconditions for a beautiful life than so many other people in this world! I live in a country that didn't have any wars for 70 years, I have a roof over my head, I always have enough to eat, I (normally) can go out on the street without being in fear of my life - but all these facts are so taken for granted here in Germany, so I do not appreciate it. So it is needed that people from other parts of the earth come and tell with shining eyes HOW beautiful it is in here, because they don't have to fear leaving the house and because in here women must not be beaten. Yes, I have it good here!
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Außerdem habe ich den besten Ehemann den ich mir vorstellen kann, wir wohnen zusammen in einem Haus, das in ein paar Jahren ganz uns gehört, haben einen lieben Hund, relativ sichere Jobs und damit ein sicheres Einkommen, und auch sonst nur wenig wirklich schreckliche Sorgen um die Zukunft.
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Furthermore I have the best husband I can imagine, we live together in a house that will belong to us completely in a few years, we have a lovely dog, relatively safe jobs and thereby a safe income, and also besides not many reasons for hard anxiety about the future.
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Klar, Krankheiten können uns immer treffen - und das tun sie auch. Aber so lange wir damit weiter leben können ist es doch gut! Dass die Arbeit nicht so schön ist - was solls? Es kommt genug Gehalt dabei heraus um davon gut leben zu können, und das auch noch bei geregelten Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen. Und dass das Leben nicht immer das für mich bereithält, was ich mir so sehr gewünscht hätte - nun ja, damit muss ich eben leben lernen. Und wer weiß, vielleicht steckt sogar ein Plan dahinter? Hätte ich mir damals nicht meine Finger abgequetscht, dann hätte ich einen anderen Beruf gelernt und hätte meinen Mann niemals kennengelernt. Genauso kann auch aus den "Nein"s von heute in der Zukunft etwas wunderschönes entstehen an das ich heute noch nicht mal denken könnte.
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Sure, diseases can alwayscome across - and they will do so. But as long as we can go on living with it, it is okay! The job is not so good - what the hell? It generates enough money to be able to live well with it, and this with regular working hours and working conditions. And that life not always offers what I wished for myself - well, that's what I have to learn to life with. But who knows, may-be theres a plan on behind? If I didn't lose parts of my fingers years ago, I would have learned a different profession and would never have got known to my husband. The same way I can't even think of what could originate by the "no"s of today in the future.
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Dalai Lama hat gesagt: "Bedenke: nicht zu bekommen was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall". Das habe ich mir in einen Kettenanhänger gravieren lassen, den ich immer trage, um zu lernen dass ich annehme was ich ohnehin nicht (oder nur schwer) ändern kann. Und das will ich jetzt tun: lächelnd annehmen. Und wenn ich über die Sache selbst auch (noch) nicht lächeln kann, dann doch zumindest über den Igel der nächtlich das extra rausgestellte Katzenfutter verputzt oder über das Eichhörnchen das frech durch unseren Garten hüpft um die vergessenen Nüsse zu sammeln. Denn das Leben ist schön!
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Dalai Lama said: "Remember that not getting what you want is sometimes a wonderful stroke of luck". This I have engraved on a pendant I always wear for learning to accept what I cannot change. And that's what I want to do now: smilingly accepting. And even if I cannot smile about the thing itself (yet), then I will smile about the hedgehog who eats nightly the cat food we placed for him, or I will smile about the squirrel jumping through the garden collecting the nuts we forgot to pick up. Because: Life is wonderful!
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Nachtrag:
nur etwa eine Viertelstunde nach Veröffentlichung dieses Posts habe ich von den Schrecken des Tages im Fernsehen erfahren - und hätte den Post am liebsten gleich wieder gelöscht. Aber wem sollte das etwas bringen? Tote werden nicht wieder lebendig davon - und gerade die Lebenden sollten das Leben jetzt umso mehr wertschätzen!
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Postscript:
only about fifteen minutes after publishing this post I heared about the horror of the day in TV - and thought of deleting this post straightway. But whom would this help? The dead will not come back to life - and the living ones should cherish the life now a lot more!
Freitag, 28. Juni 2013
Update: Jede Menge Retro-Schnittmuster abzugeben
Zur Klärung hier also nochmal deutlicher und ausführlicher: ich möchte die angebotenen Schnitte alle abgeben - jedoch nicht verschenken.
Ich tausche aber sehr gerne gegen Eure ungeliebten Schätze.
Habt Ihr vielleicht Stofffehlkäufe von denen Ihr denken könntet dass ich sie gebrauchen könnte? Ich mag Naturmaterialien, also keine Polytierchen, warme Farbtöne, gerne auch Muster, romantisch, Winterstoffe (in denen darf dann ausnahmsweise auch ein Anteil an Polytier drin sein) usw... . Und nein, es muss nicht immer rot sein *g*
Außerdem hab ich auch noch einen Männe, der auf die riesige abwechslungsreiche Farbpalette schwarz-grau-dunkelblau steht, aber auch khaki und gedeckte bläuliche oder olive Grüntöne gehen - hauptsache kalte zurückhaltende Männerfarben halt. Ihm hab ich eine Menge T-Shirts, Sweatshirts, kurze Hosen, Unterwäsche, usw. versprochen. Ich hab jetzt auch eine (noch unverbloggte) Overlock-Maschine, aber noch keine Jersey-Schnitte, auch insgesamt keine Männerschnitte.
Also wenn ihr in diesem Bereich etwas anzubieten habt - sei es ein Schnitt oder gar ein Ebook für Männer-Unterbuxen, oder (Männer-) T-shirts und Sweatschirts, aber auch gerne Stoffe wie Jerseys, Polo- oder Sweatshirtstoffe, irgendwas für Männer halt - da wäre ich durchaus am Tauschen interessiert!
Was auch noch interessant wäre: Männe ist ja ein sehr engagierter ehrenamtlicher Weltenretter, also Sani beim BRK. Falls Ihr dazu Ideen haben solltet - gerade auch sowas wie (witzige, aber auch seriöse) Applikationen per Stickmaschine (denn so eine besitze ich nicht und werde sie wohl auch nie kaufen da es sich für mich nicht lohnt) die ich auf Taschen, Utensilos und Co. draufnähen könnte...
Momentan sind nämlich außer dem schon bei Katrin angekommenen Schnitt V2903 noch alle Schnitte verfügbar. Ich würd mich echt sehr freuen wenn sich auch für die anderen noch glückliche Hobbynäherinnen finden!
Donnerstag, 20. Juni 2013
Jede Menge Retro-Schnittmuster abzugeben
Hier also erstmal eine Auflistung der zur Abgabe stehenden Kleider, jeweils mit einem spontan gefundenen Link zur besseren Ansicht, der Angabe der Größe und meines damalig bezahlten Kaufpreises:
Oberste Reihe:
- Vogue-V2876 (Jahr 1943) klick Gr. 12-14-16 (DE: 38-42)
damals gekauft für: 12,99 Euro - Vogue-V2885 (Jahr 1944) klick Gr. 12-14-16 (DE: 38-42)
damals gekauft für: 12,99 Euro - Vogue-V1136 (Jahr 1945) klick Gr. 6-8-10-12 (DE: 32-38)
damals gekauft für: 6,00 Euro - Vogue-V2787 (Jahr 1948) klick Gr. 12-14-16 (DE: 38-42)
damals gekauft für: 12,99 Euro
- Vogue-V2401 (Jahr 1952) klick Gr. 12-14-16 (DE: 38-42)
damals gekauft für: 12,99 Euro - Vogue-V2902 (Jahr 1952) klick Gr. 12-14-16 (DE: 38-42)
damals gekauft für: 12,99 Euro - Vogue-V1044 (Jahr 1956-1957)klick Gr. 12-14-16 (DE: 38-42)
damals gekauft für: 6,00 Euro - schon vergeben
Vogue-V2903 (Jahr 1957) klick Gr. 12-14-16 (DE: 38-42)
damals gekauft für: 12,99 Euro
- Butterick-B5209 (Jahr 1947) klick Gr. 14-16-18-20 (DE: 40-46)
damals gekauft für: 10,29 Euro - Butterick-B5152 (Jahr 1948)klick Gr. 8-10-12-14 (DE: 34-40)
damals gekauft für: 10,29 Euro
Alle Schnitte sind (meist sogar noch unangerührt) in ihren Papierumschlägen, teilweise sogar mit einem kleinen Extrazettel mit deutscher Anleitung. Geöffnet und abgepaust hatte ich lediglich die Schnitte V2876 und B5209, jedoch sollten auch diese keinen Schaden genommen haben.
Hat jemand da draußen Interesse an den Schnitten? Ich bitte um Verständnis dass ich die Schnitte nicht "verschleudern" kann, bin aber absolut offen für Eure Angebote, gegebenenfalls auch in Form von Naturalien (z.B. ein von Euch ungeliebter, fehlgekaufter aber für mich oder Männe schöner Stoff, nützliche Kleinigkeiten fürs Nähen, Stricken, Spinnen, Garteln oder auch für den Mann *g* die Ihr vielleicht doppelt habt oder doch nicht braucht, o.ä.). Die Schnitte haben schließlich in keinster Form an Wert verloren, wurden zum Großteil nicht einmal ausgepackt - und es war doch eine ziemliche Menge Geld die ich damals dafür in die Hand genommen hatte!
Schreibt mir doch per Kommentar oder auch gerne per Mail (mohnrot (ät) gmx (Punkt) net) wenn Ihr Interesse habt und was Ihr Euch so vorstellen könntet. Ich würd mich sehr freuen wenn die Schnitte endlich meinen Nähschrank verlassen und sich bei Euch in Form von hübschen Kleidern wiederfinden könnten!
Dienstag, 21. August 2012
Haarprojekt - Adé!
(Foto nach dem heutigen Frisörbesuch anlässlich einer anstehenden Hochzeitsfeier am Wochenende)
Es war ja schon seit einiger Zeit im Blog zu sehen: nach fast genau zwei Jahren und acht Monaten habe ich am 3. Mai das Haarewachsenlassenprojekt in den Schredder geworfen, beinahe im wahrsten Sinne des Wortes. Hier also nochmal ein Rückblick auf das "Projekt":
So, und um mir keine Chance zu geben, im Nachhinein doch noch den langen Haaren nachzutrauern: hier meine Ich-bin-echt-kein-Langhaartyp-Schreckensbilder, die Abschiedsbilder vom letzten Abend mit Langflusen:

Und was soll ich sagen - ich fühl mich großartig! Ich habe einfach viel zu feine und viel zu glatte Haare um mit langen, im Wind wehenden Haaren durch die Welt schweben zu können. Immer nur als Zopf oder Hochsteckfrisur wäre zwar auch okay, aber irgendwie wirke ich auf Bildern für mich immer fast wie eine "Dürfen-wir-mit-Ihnen-über-die-Bibel-sprechen-?". Ich liiiiebe Haareflechten - aber wenn der Zopf dabei so dünn ist, dass er eher nach einem einzelnen Rasta als nach einem schönen dicken Bauernzopf aussieht, macht selbst mir das keinen Spaß mehr. Mal ganz abgesehen vom Splisshorror.
Jetzt muss ich mir nur überlegen, wo ich jetzt meine Flechtfreude ausleben kann.
Hmmmm.....
Hundi...
Hundi?
Huuuundiiii! Koooomm puttputtputt...
*muahahahaha*
Samstag, 27. August 2011
Haarprojekt - nach zwei Jahren
Seit ich 15 war, hatte ich sie meist recht kurz, ab und zu mal wieder wachsen lassen - um sie dann doch wieder kurz nach Kinnlänge wieder abzuschneiden. Nach einem richtig fies-kurzem Schnitt im Sommer 2009 lasse ich sie nun wirklich wachsen - so lang wie ich Lust dazu habe.
Sonntag, 16. Januar 2011
Das beste aus der Situation machen
Wovon die Rede ist? Von meiner rechten Hand.

Vor mittlerweile fast sieben Jahren hatte ich beim Praktikum bei einem Buchbinder einen Arbeitsunfall, bei dem die ersten Glieder der Zeige-, Mittel- und Ringfingers meiner rechten Hand in die hydraulische Presse kamen. Beim reflexartigen Rausziehen der Hand aus der Presse kam für die etwas dickeren Fingerglieder von Mittel- und Ringfinger jede Hilfe zu spät, während der Zeigefinger "nur" total gequetscht und ziemlich eingerissen war.
Die platten kerzenwachsähnlichen Ex-Fingerglieder in Form von Zwei-Euro-Stücken hat mir mein Chef in einem Plastiktütchen mitgegeben als der Rettungswagen mich abholte. Der Arzt konnte davon dann noch Gewebestücke verwenden um die Stümpfe so lang wie möglich zu erhalten (O-Ton Arzt: "Die Schwester, die das hier wegschmeißt, der ziehe ich ohne Betäubung jeden Fingernagel einzeln ab!")
Ja, es war wirklich sehr unappetitlich, viel schlimmer als ich es hier geschrieben habe. Aber ich wollte Euch ja nicht über meine persönliche blutige eklige Horrorgeschichte erzählen, sondern über das, was danach kam.
Vom Unfallgeschehen unter Schock hatte ich erstmal nicht genau gewusst, WIEVIEL denn nun wirklich passiert ist. Das Erwachen kam dann erst am Tag danach, als die Gipshalbschiene runtergemacht wurde, damit ich die Finger in einem Jodbad waschen sollte und der Arzt die Wundentwicklung anschauen konnte. Ich habe fast nichts gesehen wegen meiner Tränen. Es war furchtbar!
Aber gleichzeitig hatte ich eine Zimmernachbarin, die schon anderthalb (?) Monate vorher ebenfalls mit der rechten Hand, und sogar mit den drei gleichen Fingern wie ich in eine Walze gekommen ist. Genauere Schilderungen erspare ich euch, sie hatte auf jeden Fall schon eine Menge Operationen hinter sich, auch Hauttransplantationen, und ihre drei Finger bestanden alle nur noch aus zwei Gliedern. Sie konnte sie nach dieser langen Zeit immer noch kaum bewegen, aber sie strahlte so sehr, als sie ihre kurzen steifen Finger unter großen Anstrengungen hat wackeln lassen - da kam ich mir mit meinen sogenannten "Stanzverletzungen" so klein und unwichtig vor! Sie hat mir wie gesagt sehr geholfen, ihr Mut, ihre Hoffnung, ihre Freude über diese von außen gesehen doch so winzigen Fortschritte...
Montag war der Unfall, Donnerstag wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen, und gleich die Woche drauf wurde die Gipsschiene endgültig entfernt und ich bekam schicke Fingerlinge über die Finger gezogen, sollte ordentlich üben und bekam auch gleich Krankengymnastik und Lymphdrainage verschrieben, und bekam noch regelmäßig ambulante Kontrolltermine in der Klinik. Die erste Zeit nach der OP sollte ich meine Hand immer höherlagern, immer oberhalb des Herzens, beim Liegen, beim Sitzen, beim Gehen. Wenn ich sie versehentlich habe hängen lassen, hat sie sofort unter dem einströmenden Blut angefangen zu pochen wie verrückt. Die Hand war auch sehr kälteempfindlich - die beiden Stümpfe sind es bis heute. Selbst im Hochsommer ist der Mittelfinger oft kalt, und im Winter kann ich es mir gar nicht leisten, ohne Handschuhe nach draußen zu gehen, sonst wird er sofort eiskalt und blau und schmerzt höllisch.
Irgendwann waren dann auch die Fingerlinge weg - das war wiederum eine Hürde für mich, denn durch die Fingerlinge ist das mit den kurzen Fingern nicht so aufgefallen. Jetzt waren die empfindlichen Finger mit den noch nicht ganz verschwundenen Krusten der Öffentlichkeit preisgegeben. Aber auch das wurde besser. Im April fiel dann der Fingernagel vom Zeigefinger endgültig ab, der neue wuchs schon fleißig nach, und auch am Ringfinger zeigte sich ein neuer Nagel. Er ist zwar ein bißchen verwachsen, aber er schützt wenigstens den Stumpf vor Stößen. Der Mittelfinger hat diesen Schutz nicht. Stellt Euch eure Fingerknöchel vor, wenn ihr damit versehentlich an eine harte Wand knallt, oder ihn Euch auf einer rauhen Oberfläche aufschrabbt - das ist mein Ringfinger!
Aber ich kann meine Hand wieder benutzen! Fast einschränkungslos! Ich kann Stifte halten, Werkzeuge, Handarbeitszeug, ich kann malen, im Garten buddeln, kochen, schreiben, tippen. Ich kann fast alles, was ich vorher auch konnte - außer Gitarre spielen. Das hat mich sehr geschmerzt. Für Konzertgitarre brauche ich weiche Fingerkuppen und gerade normale längere Fingernägel. Ich brauche dazu Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfinger der rechten Hand. Das kann ich nun nicht mehr. Denn nur mit drei Fingern (kleiner Finger anstatt Mittel- und Ringfinger) geht es leider nicht, und die "Kralle" am Ringfinger ist nun gar nicht für die Gitarre geeignet. Ich hatte mal angefangen, mir selbst Prothesen für das Gitarre spielen zu basteln, aus Modelliermasse, Leder und alten Klarinettenzungen, die mir meine Cousine gegeben hatte. Das liegt jetzt noch als Ufo in irgendeiner Schublade. Manchmal trauere ich auch heute noch, da ich immerhin acht lange Jahre Gitarrenunterricht genommen hatte.
Vor etwa einem Jahr durfte ich mir dann ein elektrisches Klavier leisten, und ein Buch, mit dem ich mir das selbst beibringen möchte. Denn das war eigentlich seit der Kindheit mein Trauminstrument, das Klavier, wir hatten nur keinen Platz in der Mietwohnung, deshalb wurde es dann "nur" die Gitarre. Ich habe sogar oft gesagt, dass mein Zukünftiger unbedingt, unbedingt Klavier spielen können muss. Naja, aber wo die Liebe hinfällt... In meinem Fall auf ein absolut unmusikalisches Stück Sand ;-) Aber wenn dieser Sand zu so einem schönen Traumstrand gehört, wie es der Glücksgriff mit meinem Männe war, da eben ALLES andere, eben außer dem Klavierspielen, GENAU das ist, was ich brauche - wer will da klagen? ;-)
Und jetzt möchte ich mir eben selbst das Klavierspielen beibringen - und wenn ich mich öfter dahinsetzen würde, könnte es sogar klappen...
Aber jetzt bin ich schon wieder vom Thema abgeglitten. Am Anfang habe ich dann noch ein wenig im Internet recherchiert, habe ich Foren gelesen, wo verschiedene Menschen über ihre Amputationen geredet haben, die meist aber deutlich schlimmer waren als meine, ganze Arme, ganze Beine, oder auch nur ganze Finger. Einer war dabei, der hat wohl nur noch drei Finger an seiner Hand, der hat erzählt, dass noch fast nie jemanden das aufgefallen sei, es hätten nur mal Leute gefragt, warum er denn den Stift "so komisch hält". Auch das hat mir die Angst vor der Öffentlichkeit und dem befürchteten Starren genommen. Denn schließlich: was habe ich denn, im Vergleich mit all den weit mehr beeinträchtigten Menschen auf dieser Welt?
Es gibt aber auch noch eine Sache, die ist in mir hängengeblieben: ich reagiere total empfindlich auf Filme und vor allem die Reaktionen der Zuschauer darauf. Wenn im Film Körperteile abgehackt werden, z.B. in Kriegsszenen, aber auch in Krimis, wenn der Finger zwecks Erpressung an die Familie geschickt wird, dann wird mir persönlich schlecht. Umso mehr, wenn das dann nicht weiter im Film thematisiert wird, das Leid, das persönliche Schicksal dieses Menschen, wie sein ganzes weiteres Leben von dieser "gedankenlosen" Szene weiter beeinträchtigt werden wird. Und, noch schlimmer, wenn sowas z.B. in Comedy-Sketchen gezeigt wird und die Zuschauer wegen der "witzigen" Szene nur darüber lachen, ohne weitere Gedanken darüber. Ansonsten, wenn es sich um "echtes" Blut handelt, Dokus über Operationen und echte Schicksale, da habe ich kaum Probleme damit, da ich weiß, dass allen Beteiligten der Ernst und die Folgen der Situation durchaus bewusst ist bzw. noch bewusst werden muss. Aber diese brutale Gedankenlosigkeit und Nebensächlichkeit bei diesen fiktiven Szenen... Da wird mir schlecht, und das meine ich wirklich so. Vielleicht gibt sich das irgendwann wieder, aber vorerst kann ich sowas nicht mehr ansehen.
So, zurück zum Thema:
Zusammenfassend muss ich sagen, dass meine Hand zwar auch im Alltag wegen ihrer empfindlichen Stellen und dem Narbengewebe mehr Rücksicht braucht, aber ansonsten voll beweglich und benutzbar ist. Niemandem fällt auf, dass "etwas nicht stimmt", wenn ich es ihm nicht direkt sage und zeige. Selbst Kollegen, mit denen ich schon über zwei Jahre täglich zusammenarbeite schrecken zusammen, wenn ich ihnen das eines Tages sage und meinen, das wäre ihnen noch nie aufgefallen. Mir geht es also wirklich gut damit, und meine "Behinderung" ist mir so überhaupt nicht mehr bewusst. Ich lebe damit! Und ich lebe gut! Sehr gut! Besser als ich es je gedacht hätte, denn ich lebe (fast) genauso wie vor dem Unfall!
Ich hoffe, dass ich mit meiner Geschichte vielleicht mal jemandem helfen kann, der in eine ähnliche Situation gekommen ist, denn gerade am Anfang ist es sehr schwer, sich auf diese ganz neue Situation einzustellen, da eben noch gar nicht abschätzbar ist, wie es weitergehen wird.
Wie schon gesagt: mit meinem Post möchte ich mich nicht selbst darstellen, erst recht keine Mitleids- oder Respektsbezeugungskommentare erzwingen (sorry, ich behalte mir sogar das Recht vor, entsprechende Kommentare zu löschen, denn das war mit Sicherheit nicht der Zweck dieses Posts, aber Fragen beantworte ich natürlich gerne - auch per Mail), sondern ich möchte dem allgemeinen Verständnis etwas mehr Material geben, mehr Verständnis, ein größeres Blickfeld, vielleicht sogar auch einen neuen Aspekt in der Sicht auf das eigene Leben und vielleicht ein bißchen Mut und Motivation.
Denn wir sind dazu fähig, mit vielem in unserem Leben zurechtzukommen, dazu, immer das Beste aus einer Situation zu machen - wir müssen es nur wollen!
