Sonntag, 18. September 2011

Ich würd ja so gern, aaaber...

Ich hatte ja jetzt recht lange eine Blogpause eingelegt, und dabei gemerkt, dass ich dadurch doch recht viele Dingen im "echten" Leben anpacken konnte. Dabei habe ich dann erkannt, wie sehr mich doch in letzter Zeit das Bloggen blockiert hat. Das Selbst-Schreiben war nicht so das Problem, denn das hielt sich bei mir ja schon immer in Grenzen. Es war auch nicht so sehr das bei-Euch-Lesen - außer natürlich wenn ich mal wieder längere Zeit nicht mehr ins Internet geschaut hatte. Es ist aber das Gefühl bei Euch dann ebenfalls kommentieren zu wollen oder gar zu müssen. Nicht, weil ich euch nicht gerne was zu Euren Werken und Erlebnissen sagen will, sondern weil es doch recht schnell sehr zeitintensiv wird. Ich lasse mich so gerne von Euch inspirieren, finde Eure Werke auch wirklich schön, Eure aufgeschriebenen Gedanken und Geschichten beschäftigen mich oft auch noch lange, manchmal sehe ich die Welt danach sogar ein wenig anders - aber ich schaffe es einfach nicht, Euch das alles auch jedes Mal mitzuteilen. Ich hocke in der Arbeit ohnehin den ganzen Tag vor dem Bildschirm, und wenn ich dann auch noch den ganzen Abend zu Hause vor dem Netbook sitzen muss - das schaff ich einfach nicht. Darunter leiden dann mein Männe, der Kuschelhund, und sogar ich selbst, weil meine Projekte so auch nicht fortschreiten können.

Kurzzeitig habe ich mir überlegt, deshalb mit dem Bloggen ganz aufzuhören. Aber dann kam mir schlagartig der Gedanke, dass das doch gar nicht der Sinn meines Blogs war, sondern dass ich vor allem für mich selbst meine Werke und Fortschritte festhalten und mich zu weiteren Projekten und vor allem dann deren Fertigstellung motivieren wollte.

Deshalb werde ich nun auch genau das auch weiterhin tun. Ich werde aber mein Leben in der Bloggerwelt einschränken und mich nicht mehr vom "Kommentieren-Müssen"-Gefühl unter Druck setzen lassen. Das heißt jetzt nicht, dass ich nicht mehr bei Euch lesen werde, ganz im Gegenteil, denn dazu seid Ihr und Eure Blogs mir doch viel zu wichtig geworden. Ich werde einfach nur weniger kommentieren, und das ohne schlechtes Gewissen. Wenn ich also nicht kommentiere, heißt das nicht, dass mir Euer Post nicht gefällt, sondern nur, dass mich wahrscheinlich gerade ein kuscheliger Hund mit riesigen Kulleraugen anschaut und fiept um mir zu sagen, dass es mal wieder an der Zeit ist, IHM meine freie Zeit zu widmen.



Wenn ich aber denke, Euch durch meine Worte helfen zu können, oder wenn mich das Thema Eures Posts dermaßen umhaut oder beschäftigt, dann werde ich Euch auch weiterhin schreiben.
Also ändert sich eigentlich gar nicht so viel, merk ich grad, denn ich hatte schon immer nur so kommentiert, nur mein eigenes Gefühl dabei wird sich ändern, und ich kann hoffentlich endlich dieses schlechte Gewissen ablegen.

Ich hoffe, Euch damit jetzt nicht vergrault zu haben, sondern ich wollte Euch nur fairerhalb mitteilen, warum ich in letzter Zeit so still war, und es zukünftig auch sein werde. Nicht, weil ich mich hier nur "präsentieren" und Lob einheimsen will, ohne Euch etwas zurückzugeben, sondern weil ich schlicht und einfach leider nicht genug Zeit habe um ALLES hinzubekommen, was ich gerne tun würde. Und lieber reduziere ich meine abgegebenen Kommentare auf wirklich "wichtige" und hoffentlich für Euch hilfreiche, als dass ich bei Euch gar nicht mehr mitlese, oder?

Kommentare:

Pauline hat gesagt…

Deinen Gedanken kenne ich zu gut. gerade mittwochs ist man dann schnell geneigt einen ganzen Abend "weg" zu sein. das kann aber nicht wirklich Sinn der Sache sein. Nun, ich versuche (und lass mich immer zu schnell verleiten, doch zu schreiben) wirklich nur bei den Dingen zu kommentieren, die ich toll sinde, selber nähen würde, mich einfach inspirieren. So wie du es schreibst. Alles andere ist Wahnsinn!

Liebe Grüße und viel Erfolg beim Umsetzen!

Pauline

Elke hat gesagt…

Ja, so ist es. Man darf sich nicht zum Kommentieren verpflichtet fühlen.
Das Hundebild ist ja so süß, da kann ich es verstehen, wenn du ihm soviel Zeit wie möglich gönnen möchtest!
Schönen Sonntag!
Elke

Ida - Garten-Keramik hat gesagt…

Liebe Verena
Ich kann sehr gut nachempfinden, was du meinst - mir gehts nämlich ziemlich gleich, wenn nicht genau gleich. Und wenn dann der Nero neben mir sitzt und um die Beine streicht und ich am PC höckle ... huch, da hab ich dann schon auch mal ein schlechtes Gewissen. Ich werds dir auf keinen Fall Übel nehmen. Denn man muss einfach für sich rausfinden, was passt und was eben nicht. Ich geb auch nicht überall meinen Kommentar ab, wo ich drauf war, das geht einfach nicht. Und es gibt viele, die stellen fast jeden Tag einen Post rein - ehrlich gesagt, das ist mir einfach zu viel. Es gibt auch bei mir noch ein ganz anderes Leben, eben DAS Leben. Und das solls doch auch sein. Machs für dich so, wie es für dich stimmt.
Hab einen richtig schönen Sonntag und sei herzlich gegrüsst
Ida

versponnenes hat gesagt…

Hej Verena,

Du hast es sehr schön formuliert und als ich letzte Woche auch fast 1 Woche Blog-Pause hatte, kamen ähnliche Gedanken auf. Es ist ein wirklich zwiespältiges Thema, denn einerseits macht es mir sehr viel Spaß, aber manchmal verspüre ich auch einen Druck... wenn der Druck größer wird als der Spaß, ist es sicherlich Zeit irgendetwas zu ändern.

Alles Liebe!
Katja

bauchundnase hat gesagt…

Ich verstehe dich gut und finde es wichtig, dass du den
Weg wählst, der für dich stimmt!
Ich lese gern bei dir und freue mich, wenn du nicht ganz verschwindest, hätte aber auch dafür Verständnis!

Nähnädelchen hat gesagt…

Hallo Mohnrot,

verstehe Dich gut und ich habe manchmal auch ein "schlechtes" Gewissen, wenn ich nicht mit dem Kommentieren hinterher komme.

Für mich selber habe ich Sonntag zum Kommentiertag gewählt, da habe ich Zeit und kann gemütlich mit den Blogs die Woche ausklingen lassen.

Manchmal schaffe ich alle Kommentare manchmal auch nicht. Egal .... es ist ja schließlich kein Muss.

Ich freu mich, dass Du deinen Blog nicht aufgibst.

Lieber Gruß, Muriel

Anonym hat gesagt…

Ist ganz in Ordnung und verständlich; bei jedem von uns ist die Sit. halt etwas anders. Die Teilnehmer-Zähler zeigen ja auch (meist) dass weit mehr Leute vorbei geguckt haben, als kommentiert haben.
So lange Du (+ Liese; weiterer Comp.-Crack) uns wenigstens bezüglich Comp.-Problemen ab und zu aus der Patsche helfen könnt/wollt/zufaellig gerade parat steht - great und danke vorab.

Liebe Gruesse,
Gerlinde

PS: Geheimnis von fluff(ier) Sauerteigbrot: Zeit!
Nach erster Runde 'aufgehen' lassen (dauert meist auch schon ein paar Stunden; in hoher Teigschuessel) mit bemehlter Faust richtig in der Schüssel niederboxen.
(der groesste Hefe-Gestank verfliegt hierdurch)
Danach geb' ich das Ding in die endgueltige Backform (mind. 230 Grad standhaft; manche Beschichtungen vertragen das nicht - bitte aufpassen; Glas ist super; Tontöpfe auch) dann kommt's zum weiteren Ruhen über Nacht in den kalten Backofen.
Am Morgen 'zukünftiges' Brot in seiner Form dann vorsichtig herausheben während man das Backrohr auf mind. 230 Grad vorheizt und eine möglichst hitzefeste kleine Schale mit heissem Wasser zum Dampf kreieren dazustellt.
'Zukuenftiges Brot' hinein und 1 Std. backen.
Ca. eine halbe Stunde nach dem Herausnehmen aus dem Backofen das Brot aus der Form nehmen. Ich lagere das Ding danach Kopf-unters und mit Flaschenkorken an den Rändern unterstützt (bricht sonst gern, weil der 'Bauch' in der Mitte ja dann auf seiner Spitze steht). Damit trocknet das Ding dann auch am vorherigen Boden ( war in der Backform) ab.

Ich mach das nicht so kommerziell, dass es mir auf die Optik ankommt, darum wird bei mir der Teig auch nicht eeeewig gewalkt. Stattdessen wird er einfach 'leicht' flüssiger gehalten (Pizza-Konsistenz?; darum ist auch eine Backform nötig) und der Rest wird statt mit kräfteraubendem Arbeitseinsatz per Faulheit 'abgewartet'.
Versuch's mal auf diese Tour; sie ist einiges einfacher ohne dem Geschmack Abbruch zu tun.
Bitte denk' drann: bei Euch drüben MUSST Du nicht unbedingt Sauerteigbrot selbst machen (es ist trotzdem Zeit- und Arbeitsaufwand!) wogegen ich hier - als Deutsche in Australien - schon öfter, aehem, 'Organisationsprobleme' habe, wenn's um 'ordentliches' Brot geht ;-) :-D.

Anonym hat gesagt…

'PPS': Kein 'RSVP' nötig; bis irgendwann/irgendwo später wieder mal !

Liebe Gruesse,
Gerlinde

Anonym hat gesagt…

Betreffend Brot; geh' da mal hin:
machwerke.blogspot.com/
Das IST 'legal' schon Sauerteig, denn nach jüdischem 'Backrecht' von Matzen (Treibhilfefreies Flachbrot) ist aaalles, was nicht sofort nach Anrühren verbacken wird im Prinzip schon Sauerteig (Hefe-Entwicklung durch Feuchtigkeit und Luft-Zufuhr = Angaerung!)
Das hört sich nach 'Deinem' zukuenfigen Brot an ;-) !

Liebe Gruesse,
Gerlinde

PS.: ich bin drauf gekommen, dass wir in unserem Haushalt ca. 5 - 6 kg Sauerteigbrot/p. Monat verfuttern. 100 g kosten hier zwischen 1 - 1,80 A$ = seeehr viel Geld und dann noch Benzinkosten dazu.

Fräulein Glückspilz hat gesagt…

Hallo!!!
So gehts mir auch von Zeit zu Zeit!
Man muss einfach Abstriche machen, wenns nicht mehr geht, dann gehts halt nicht... es soll ja auch noch Spaß machen!
Freu mich trotzdem bei dir zu lesen auch wenns weniger wird... dann komm ich auch besser mit :-).... und dein Fellknäul ist einfach zu süß, wer kann dem schon wiederstehen????

Ganz liebe Grüße
Nicole

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