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Mittwoch, 12. September 2012

Me Made Mittwoch Nr. 20 - später mohnroter Hochsommer

Von mir gibt es heute mein diesjähriges Hochsommerkleid, wie das Zuckerbonbonkleid nach dem Schnitt Ottobre Woman 02/2012 - Kleid Nr. 4 "Lavinia". Vor kurzem extra dafür gekaufte rot bedruckte Baumwolle mit kleinen Pünktchen, dazu den Gürtel, den ich auch schon zum Hochzeitsgastkleid getragen habe. Zugegeben: heute trage ich etwas deutlich Wärmeres - dafür hatte es aber am Wochenende beim Hoffest meiner Bio-Abokiste super gepasst. Die Luftzirkulation unter so einem Lampenschirmrock ist wirklich nicht zu verachten! Das Kleid ist wirklich ideal für so heiße Tage.



Das Kleid ging dieses Mal recht gut zu nähen, da ich mich besonders bei den Seitennähten nicht an die Anleitung gehalten habe, sondern es einfach so genäht habe wie ich es für richtig hielt. Ging auch besser, gerade an der Seitenanpassung. Das Zuckerbonbonkleid ist da leider deutlich weiter, aber durch die komplizierte Zusammennähweise kaum mehr änderbar. Da sollten nämlich die ersten paar Zentimetern der Seitennaht von oben her alle vier Teile (zweimal Futter, zweimal Oberstoff) zusammen und danach dann paarweise weitergenäht werden. Klingt kompliziert, ist es auch. Und aussehen tut es wie... örks! Und auch die Nahttaschen hab ich diesmal in der richtigen Höhe eingesetzt. Allerdings ging mir dieses ewige Einkräuseln auf den Keks. Und da ich darin dann auch noch aussehe als hätte ich zwei Kopfkissen unterm Rock versteckt... Ich denke in Zukunft widme ich mich lieber wieder meinen ausgestellten schwingenden Kleidern - die brauchen nicht länger und sehen eleganter aus.



Und hier noch die Innenansicht mit meinem Lieblingsdetail: der handgenähte, tatsächlich unsichtbare Saum! Jede Menge Ministiche nur in die weißen Pünktchen - alle Pünktchen in der Reihe! Das ging aber ganz gut beim Tatortgucken *g*



Was die anderen MeMadelerInnen heute so präsentieren, findet Ihr im MeMade-Blog. Ich hoffe, ich komme heute abend dann auch zu meiner Runde.

Und noch ein kurzer Beitrag zum Bio-Kisten-Hoffest: wen hab ich den da wohl besucht?



Auch die Schweine waren geschafft von der Hitze und hatten sich entweder im Stroh eingebuddelt oder aber auf die blanken kühlen Betonflächen zusammengerottet.



Ich glaube ich bin auf dem besten Weg dazu, meinen Fleischkonsum nicht mehr nur zu reduzieren, sondern wirklich zum Vegetarier zu werden. Diese Schweine - sie erinnerten mich total an mein Schnüffeltier! Diese Ohren, diese Blicke, wie sie dösen, rumlaufen, neugierig schnüffeln! Und so ein Wesen soll dann getötet werden nur damit ich es in Form eines Schnitzels oder einer Wurst innerhalb von wenigen Minuten gedankenlos und völlig respektlos, womöglich sogar auch noch in Eile (fr)esse?!?!

Montag, 28. Mai 2012

Zuckerbonbon - pur!

Nach langer Pause melde ich mich endlich mal wieder - heute mit dem versprochenen Kleid aus dem Frühlingsjäckchenpost.
Am Freitag hatte ich es endlich zum ersten mal an - zuerst mit einem etwas bammeligen Gefühl, da es doch eine pappsüße Zuckerkombination ist, aber Männe meinte, dass das doch klasse ausschaut, was ich denn hätte. Also hab ich es getragen, sogar ein Kompliment von einer Kollegin eingeheimst - und irgendwie gefällt es mir TO-TAL! Es macht einfach gute Laune - und total Lust auf Eis - was wir uns kurz nach den Fotos auch gegönnt haben, ein leckerer Erdbeerbecher in der Eisdiele meines Vertrauens ;-)





Die Anleitung dazu stammt ist in der Ottobre Woman 02/2012, das Kleid Nummer 4 mit dem schönen Namen "Lavinia"



Der Schnitt an sich ist recht einfach gehalten. Der Rockteil besteht nur aus eingereihten Rechtecken, das Oberteil aus einem einfachen Rückentrapez, einem Vorderteil mit Abnäher und einem geschwungenen Trägerteil. Den Gürtel habe ich mir noch dazugenäht - die Schnalle ist aber nicht fest eingenäht, sondern kann durch Öffnen von Druckknöpfen auch für andere (zukünftige) Gürtel verwendet werden.
In der Beschreibung der Doppelung des Vorderteils hatte ich kleinere Probleme (die durch richtiges Lesen nicht aufgetreten wären...) und habe außerdem nur die Träger mit Bügeleinlage verstärkt - eigentlich hätte es das komplette Oberteil sein sollen. Ich denke aber, das geht auch so.
Viel Mühe habe ich mir beim streifengenauen Zusammenfügen der Schnittteile gemacht - und es hat überall geklappt, sogar an den Taillenabnähern!
Leider habe ich die selbstkonstruierten Nahttaschen viel zu tief unten eingesetzt - ich fürchte, da muss ich nochmal ran. Versäuberungen und Dreifachsteppstich wieder auftrennen - da gibt es echt schönere Beschäftigungen!

Insgesamt gefällt mir der Schnitt total gut - luftig, bequem, weit und doch figurbetont, geeignet gerade auch für stehende Baumwollstoffe, von denen ich doch recht viele habe - ich denke, es wird nicht das letzte Kleid dieser Art gewesen sein.

PS: Ja, ich habe mir die Haare schneiden lassen. Die Entscheidung fiel ganz spontan, gleich am nächsten Tag waren sie dann ab. Ich denke, mit meinen langen glatten dünnen Schnittlauchfusseln und dem langen schmalen Gesicht passen lange Haare einfach nicht zu mir. Als das Zeug ab war und ich in den Spiegel geschaut habe, hab ich mich gefühlt, als hätte ich eine Verkleidung abgelegt. Das war ICH! Und gegen meine Angst auf der Straße wegen der kurzen Haare und dem nicht gerade weiblich-zarten Gesicht immer für einen Teenagerjüngling gehalten zu werden mache ich mir jetzt einfach noch eine Menge pappsüßer Zuckerbonbonkleider ;-)

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